Wasserball Nachwuchs des SC Neustadt vor erstem Härtetest

Jugendcheftrainer Peter Jacqué sieht das Turnier als Standortbestimmung.
Jugendcheftrainer Peter Jacqué sieht das Turnier als Standortbestimmung.

Die U14-Spieler des SC Neustadt fahren zu ihrem ersten großen Turnier. Nur einer von ihnen hat schon Erfahrungen gesammelt.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Der alte Spruch kann auf die U14-Wasserball-Mannschaft des SC Neustadt zutreffen. Die Spieler der Jahrgänge 2011 bis 2013 fahren am Wochenende zum Vorrundenturnier um die deutsche Meisterschaft nach Nürnberg. Dort müssen sie drei Spiele absolvieren. Sie sammeln erste Erfahrungen in einem großen Turnier mit starken Gegnern.

Jugend-Cheftrainer Peter Jacqué: „Wir haben keine Vergleichswerte zu den drei Gegnern, aber wir wissen, dass Spandau Berlin und Neukölln Berlin eine fruchtbare Zusammenarbeit bereits in den jüngsten Mannschaften haben und entsprechend stark auftreten werden. Für uns ist das Turnier eine Standortbestimmung.“ Trainiert wird die SCN-Mannschaft von Stefan Giese und Daniel Kluck. Jacqué hat die jungen Spieler dennoch im Blick. Er weiß: „Wir sind auf einigen Positionen zwar gut besetzt, aber nicht durchgängig so wie die beiden Berliner Vereine. Aber wir wissen nicht, wie sich diese beiden Formationen auf die Besetzung einigen. Es gibt quasi ein Team mit den stärksten Berlinern und eine „B“-Mannschaft. Auch Gegner Nürnberg können wir nicht wirklich einschätzen.“

Bereits Zeichen gesetzt

Für ihn und das Team wird es also ein „Vergleichskampf“, um das Niveau des SCN gegen die starken Gegner festzustellen. Er betont: „Wir bekommen eine Marke, wissen dann, wo wir stehen und wo wir noch ansetzen müssen.“ Die beiden Ersten des Turniers erreichen die Zwischenrunde.

Bisher hat der SCN aber auch schon Zeichen gesetzt. So gewann das U14-Team gegen den letztjährigen Endrunden-Teilnehmer Würzburg in der süddeutschen Meisterschaft. Ein offizielles Spiel gegen die U14-Mannschaft des WSV Vorwärts Ludwigshafen innerhalb des Wettbewerbs um den Rhein-Neckar-Pokal endete am Montag mit 21:5 für den SCN. Daher bleibt Jacqué seinem Motto treu: „Ein Turnier muss immer erst gespielt werden, bevor feststeht, wer weiter kommt. Besonders im Jugendwasserball kann eine Partie schnell kippen.“

Im Stammpokal-Turnier geglänzt

Außerdem steht für den SCN ein ausgezeichneter Torhüter im Team. Der 13-jährige Erik Lindenau kommt mit einem Erfolgserlebnis aus Berlin zum Turnier. Lindenau hütete in der Süd-Auswahl im Stammpokal-Turnier das Gehäuse. In der Süd-Auswahl stehen bis auf Lindenau ausschließlich Spieler aus Baden-Württemberg und Bayern. Dennoch wurde er vom Trainer der Länderauswahl zum Kapitän befördert. Seine Auswahl absolvierte drei Partien. Lindenau glänzte dabei im Fünfmeterschießen und hielt einen platzierten Schuss. Die Süd-Auswahl landete schließlich auf Rang zwei. Beraten und intensiv betreut wurde der SCN-Keeper in Berlin vom Neustadter Torwarttrainer Jürgen Hermanns.

Jacqué plant mit Lindenau für die kommende Saison ebenfalls als Keeper der U18. Auch für die derzeitige „U18“, die eigentlich mit dem Endrundenturnier des vergangenen Wochenendes in dieser Saison keine Aufgabe mehr bei den Junioren hat, geht das Training weiter, wie Jacqué mitteilt. „Es gibt noch Begegnungen in der Regionalliga für die Zweite Mannschaft. Die restlichen Jungs ab Jahrgang 2008 spielen im Herbst bereits wieder die U18-Runde“, erzählt Jacqué. Sobald das Stadionbad als Freibad geöffnet ist, geht es im Wasser weiter. Er verspricht: „Training, Druck, Schwimmen. Nach der Saison ist vor der Saison. Langsam ist nichts. Volles Rohr. Stress, den es in den offiziellen Partien gibt, der muss vorher trainiert werden.“

So werden auch die U14-Buben am Wochenende ins Schwitzen kommen. Sie treffen am Samstag um 17.45 Uhr auf Spandau, am Sonntag um 11 Uhr spielen sie gegen Gastgeber Nürnberg, die dritte Partie folgt um 14.30 Uhr gegen Neukölln Berlin.

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