Neustadt Nachfolger von Udo Kittelberger gesucht

Wer folgt auf den am 20. Januar 2015 überraschend verstorbenen Wachenheimer Verbandsbürgermeister Udo Kittelberger? Das ist die Frage, die sich am 10. Mai allen Ellerstadtern, Friedelsheimern, Gönnheimern und Wachenheimern an der Wahlurne stellt. Die RHEINPFALZ präsentiert die drei Kandidaten heute Abend (19 Uhr) innerhalb eines Wahlforums in der Friedelsheimer Schwabenbachhalle.
Der 45-jährige Wachenheimer Stadtbürgermeister Torsten Bechtel (CDU), die 49-jährige Verwaltungs-Betriebswirtin Birgit Stegmann (parteilos) aus Gönnheim sowie die 40-jährige Regierungsrätin Birgit Blaul (FWG), ebenfalls aus Gönnheim, stellen sich heute Abend ab 19 Uhr den Fragen der Bad Dürkheimer RHEINPFALZ-Redaktion. Rund 400 Plätze stehen in der Friedelsheimer Schwabenbachhalle für das Publikum zur Verfügung. Zur Sprache kommen die Themen, die die Politik in der Verbandsgemeinde in den vergangenen Jahren am meisten beschäftigt haben. Dazu gehört beispielsweise auch die Frage eines Supermarktstandorts in Wachenheim und dessen Einfluss auf die Ansiedlung eines weiteren Supermarktes zwischen Friedelsheim und Gönnheim. Es ist das Thema, das die Verbandsgemeinde in der Vergangenheit politisch gespalten hat und das zu einer Fronstellung in den politischen Gremien geführt hat. Auf der einen Seite eine nicht offiziell existierende Stimmkoalition zwischen SPD und FWG und auf der anderen Seite die CDU, deren Fraktionsvorsitzender der Wachenheimer Stadtbürgermeister im Verbandsgemeinderat ist. Torsten Bechtel war bereits im Januar gegen Udo Kittelberger angetreten und hatte die Wahl mit rund 43 Prozent der Stimmen recht klar verloren. Der Großteil der Gegenstimmen kam damals aus den Wachenheimer Unterliegergemeinden Friedelsheim, Ellerstadt und Gönnheim. Der plötzliche Tod Kittelbergers nur wenige Tage nach der Wahl macht nun einen neuen Urnengang notwendig. Für die FWG wurde Birgit Blaul aus Gönnheim als Kandidatin auserkoren. Zufall, dass auch Birgit Stegmann ins Rennen geht, die in Gönnheim nur drei Häuser von Blaul entfernt wohnt. Stegmann ist zwar parteilos, wird aber von der SPD ins Rennen geschickt. Der Ausgang der Wahl ist völlig offen, ein eindeutiger Favorit hat sich in der beginnenden Phase des heißen Wahlkampfes noch nicht herauskristallisiert. Das Wahlforum darf mit Spannung erwartet werden. Es ist das erste Mal, dass alle drei aufeinandertreffen. (als)