Neustadt Nägel in Ködern für Hunde

Gefährliche Wurst.
Gefährliche Wurst.

Aufregung in der Abendstunde: Zu Tierärztin Gabriela Birke in Deidesheim kamen am Dienstagabend Hundebesitzer, die fürchteten, ihr Vierbeiner habe in einen präparierten Köder gebissen. Ein Stück davon – ein Würstchen – hatten sie mitgebracht. Birke untersuchte es und entdeckte einen Nagel darin.

„Als ich das sah, hab’ ich den Hund sofort geröntgt“, erzählte die Tierärztin gestern. Sie fand, was sie befürchtet hatte: Der Hund hatte einen Nagel verschluckt. In einem solchen Fall müsse man operieren oder endoskopieren, erklärte sie. Zur Sicherheit schickte sie die Hundebesitzer, die in Wachenheim wohnen, in eine Tierklinik, wo der Hund am Abend noch operiert worden sei. Inzwischen sei er auf dem Weg der Besserung. Birke sind ansonsten keine aktuelle Fälle von präparierten Ködern für Hunde bekannt. In der RHEINPFALZ-Redaktion hat sich jedoch eine weitere Hundebesitzerin gemeldet, deren Hund bereits vergangene Woche einen Köder mit einer Rasierklinge fand – im eigenen Garten der Familie. „Der Köder muss über den Zaun geworfen worden sein“, erzählt die Frau, die ihren Namen in der Zeitung nicht lesen möchte. Zum Glück habe der Hund die Rasierklinge nicht verschluckt, sondern sich nur leicht damit verletzt. Dadurch dass er blutete, wurde die Besitzerin auf den Köder aufmerksam. Sie wohnt – wie auch die Besitzer des operierten Hundes – in Wachenheim. Letztere haben Anzeige wegen Tierquälerei bei der Polizei Bad Dürkheim erstattet. Die Behörde teilt mit, dass die präparierte Wurst im Feld zwischen Wachenheim und Bad Dürkheim gefunden worden sei. Weiter heißt es, dass eine Funkstreife den Bereich abgesucht habe, aber keine weiteren Köder gefunden habe. Andere Wurststücke, die abgegeben worden seien, hätten keine spitzen Gegenstände enthalten. Die Polizei mahnt Hundebesitzer zur Vorsicht.

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