Neustadt Musiklehrer und Unternehmer

Mit der Gründung des Musikpädagogischen Instituts (MPI) als staatlich anerkannte Musikschule verwirklichte Stefan Hundemer 1994 einen langgehegten Wunsch. Die Musikschule läuft wirtschaftlich und macht jährlich rund 100.000 Euro Umsatz.
Die Zahlen sprechen für sich: Seit Bestehen der Musikschule wurden mehr als 2900 Kinder und Jugendliche in Gruppen, Klassen oder solistisch unterrichtet. Derzeit sind es rund 450 Schülerinnen und Schüler, die von 13 Lehrern in Klavier, Keyboard, Geige, Gitarre, Saxofon, Klarinette, Querflöte, Block- und Altflöte ausgebildet werden. Es gibt allein 25 Gruppen Musikalische Früherziehung und weitere fünf Blockflötengruppen in Grundschulen. Dieser Arbeit liegt ein besonderes Konzept zugrunde: Nicht die Schüler müssen zur Musikschule kommen, sondern Hundemer und sein Team unterrichten die Kinder und Jugendlichen vor Ort, wo ein öffentlicher Raum extra für den Unterricht angemietet wird. Derzeit findet die musikalische Ausbildung in 24 Orten der Südpfalz statt, darunter den Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer sowie in Diedesfeld und Hambach. Bei Interesse können die Schüler auch Musikinstrumente leihen. Begabten Kindern wird es ermöglicht, am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilzunehmen. Stefan Hundemer startete mit der Musikalischen Früherziehung. Der Lehrer für Grundschulpädagogik und Musik sah in einer privaten Musikschule die Chance, eigene Ideen zu verwirklichen und vor allem durch kleinere Gruppen individuell arbeiten zu können. Dazu hatte er mit seinem Studium an der Universität Koblenz-Landau und seiner Lehrertätigkeit die optimale Ausbildung. Erfahrungen sammelte er vor der Existenzgründung an verschiedenen Musikschulen. Bis heute hat Hundemer seinen Schritt in die Selbstständigkeit nicht bereut. Von Anfang an lagen alle verwaltungstechnischen und organisatorischen Aufgaben in den Händen von Bettina Gutting-Hundemer, die als Geschäftsführerin der Musikschule fungiert. „Musik hat die größte Wirkung, wenn sie gemeinschaftlich mit allen Sinnen erlebbar, von Anfang an als Erlebnis wahrgenommen wird. Sich mit Musik zu beschäftigen, soll als angenehm und lustvoll empfunden werden. Dann ist man später auch bereit, mehr Zeit zum Üben zu verwenden“, lautet die Philosophie des eingefleischten Musikers, der neben der musikalischen Früherziehung auch noch Saxofon, Klarinette, Block- und Altflöte, Querflöte und Keyboard unterrichtet.