DEIDESHEIM
Motorsport: DLC-Fahrer Ralf Weitlauff startet in Most
Genau vor zwei Jahren sicherte er sich am 50. Geburtstag seiner Mutter Beatrice seinen ersten Sieg. Seitdem mischt der 1,90 Meter große Motorsportler mit seiner BMW S 1000 RR in der Szene ganz vorne mit. Ob er beim Auftakt auf dem Hochgeschwindigkeitskurs mit seinem Team gleich ein Wörtchen bei der Siegvergabe mitreden kann, bleibt abzuwarten. Dem gelernten Industriemechaniker bei der Vögele AG in Ludwigshafen fehlen einfach die Trainingskilometer auf dem Motorrad. Während der Corona-Krise waren alle Rennstrecken gesperrt.
„Die Voraussetzungen sind für alle gleich“, nimmt es Weitlauff gelassen. Dennoch geht er erneut ambitioniert in seine fünfte DLC-Saison. Dabei hofft er mit seinem Team MG Racetec diesmal am Ende der auf vier Rennen verkürzten Saison in der Gesamtwertung ganz oben zu stehen. Die bisher vorgesehenen Auftaktrennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring fielen der Pandemie zum Opfer. Bisher reichte es zu zwei dritten und zwei zweiten Plätzen. „Wir sind optimistisch, dass wir es schaffen können“, sagte Weitlauff.
Podestplatz als Ziel
Immerhin bleibt sein Team MG Racetec gegenüber dem Vorjahr unverändert, als es knapp den Gesamtsieg verpasste. Zudem kehrt Mattias von Hammerstein nach seinem schweren Sturz bei den 1000 Kilometer von Hockenheim wieder zum Team zurück. „Mit Mattias sind wir nochmals um einen Tick stärker“, sagt Weitlauff. Auch er will sich keinesfalls verstecken. „Ich freue mich, dass es wieder losgeht. Die Pause war schon lange, aber sie tat auch mal gut“.
Der Deidesheimer lag keinesfalls in der Pause „auf der faulen Haut“. Er hielt sich mit Kraft- und Ausdauertraining im Fitness-Studio sowie auf dem Mountainbike fit. Dazu nutzte er die Zeit, um mit seinem Vater Franz das Motorrad zu zerlegen, komplett zu reinigen und dann wieder zusammenzubauen. Seit Montag ist seine BMW S 1000 RR wieder fahrtüchtig. Und so laufen derzeit auch die Vorbereitungen auch für den ersten Start am Sonntag bei den „Sechs Stunden von Most“. Und dort wird das Team MG Racetec gleich in Bestbesetzung an den Start gehen. „Unser Ziel ist es, von Anfang an auf das Podium zu fahren und die ersten Zähler für die Gesamtwertung zu sichern“. Nach dem Wettbewerb in Most folgen am 30. August die „Sechs Stunden auf dem Nürburgring und am 17. Oktober das Rennen in Oschersleben. Erst beim Finale am 30. Oktober auf dem Hockenheimring hat Weitlauff wieder ein Heimspiel. „Ob wir da noch fahren, da habe ich meine Bedenken“, erklärt er mit Blick auf den frühen Einbruch der Dunkelheit.