Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Witz und Schwung: Reihe der „Pälzer Owende“ wird fortgesetzt

Liedermacher Uli Valnion ist in der neuen Saison gleich zweimal im Weingut Klohr zu Gast.
Liedermacher Uli Valnion ist in der neuen Saison gleich zweimal im Weingut Klohr zu Gast.

Die neue Saison bringt eine Wiederbegegnung mit vielen bekannten Gesichtern.

Längst haben sich die „Pälzer Owende“ im Mußbacher Weingut Klohr zu einer Leuchtturm-Veranstaltung für Freunde der Pfälzer Mundart entwickelt – fast alle Termine der 2015 von dem Edenkobener Gerd Becht begründeten und bis heute ehrenamtlich organisierten Reihe sind letztlich ausverkauft. Im neuen Jahr stehen nun bis zum Sommer wieder sechs davon an.

„Der kulturelle Zweck der ,Owende’ ist, Poeten und Liedermachern der Region Möglichkeiten zu bieten, mit ihren Arbeiten an die Öffentlichkeit zu treten“, umschreibt Becht das Konzept. Da die Szene personell doch einigermaßen überschaubar ist, begegnet man naturgemäß vielen bekannten Gesichtern. Da ist jetzt auch gleich beim Saisonstart am 20. Januar wieder der Fall, wenn die bekanntermaßen theateraffine Weingutschefin Christel Klohr selbst in den Ring steigt und zusammen mit dem Mußbacher Kalle Mallrich und dem Haardter Liedermacher Ede Eber-Huber als Gitarrenbegleiter unter der Überschrift „Wäscht noch sellemols?“ einen humorvollen Blick zurück auf die Pfälzer Vergangenheit verspricht – mit Texten Pfälzer Mundartpoeten.

Gleichfalls keine Unbekannten sind die Ludwigshafener Mundart-Poetin Edith Brünnler und der Kurpfälzer Liedermacher Charly Weibel aus Reilingen, die am 10. Februar mit der Parole „Friehlingsduft liggt in de Luft“ auf die dann hoffentlich nicht mehr ferne schöne Jahreszeit einstimmen: sie als vom Frühling überzeugte Pfälzerin mit Freundin Magret im Schlepptau, er mit lustigen, aber auch nachdenklichen eigenen Liedern „midde ausem Lehwe“.

Am 10. März erinnern drei Frauen, „die auf die große Bühne gehören“ (Zitat aus der RHEINPFALZ), unter dem Titel „Nicht vergessen“ an bedeutende jüdische Liedermacher und Sänger(innen) der 1920er-Jahre, die in der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, verfolgt, ermordet wurden: Patricia Polizzano aus Frankenthal, Ursula Lotterhoß aus Lambsheim und Delia Stegarescu aus Weisenheim am Berg am Piano.

In einer Mundart-Musik-Runde präsentieren am 14. April sieben Rezitatoren und Musikanten mit Texten und Musik ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Für die Poesie sorgen Hilde Fuchs (Hambach), Werner Jöhlinger (Neustadt), Andreas Kohm (Edenkoben, aber mit badischen Sound) sowie Gerd Becht selbst. Die Musik übernehmen Georg Hammer (Roschbach) , Bernhard Rudy (Edesheim ) und Uli Valnion (Mutterstadt) an Klavier und Gitarre. Letzterer, Liedermacher mit Neustadter Wurzeln, ist am 16. Juni dann auch noch einmal solo zu erleben: mit dem Programm „Schlager – Schnulzen – Liedermacher“, in dem er auch Hintergründe zu den populären Liedern und ihren Komponisten bietet.

Dazwischen, am 12. Mai, gibt’s aber erst noch Besuch aus Rheinhessen, wenn das Meixner-Trio aus Flomborn bei Alzey, das erstmals 2025 mit seinem Programm „Berliner Schwoof im Hinterhof“ im Weingut Klohr vorstellig wurde, nun mit einem Cabaret Criminale mit dem Titel „In der Spelunke ,Zur alten Unke’“ allerlei Kriminalgestalten musikalisch auf die Bühne bringt. Das Halbjahresprogramm endet am 14. Juli mit „Erichs Mundart trifft auf Inges Chorona“, präsentiert vom bekannten Hoffmann-Duo und zehn Sängerinnen aus Neupotz, die Volkslieder aus alter Zeit, Gassenhauer und Schlager im Gepäck haben und ausdrücklich auch zum Mitsingen einladen.

Noch Fragen?

Alle „Pälzer Owende“ finden an Dienstagen statt und beginnen um 19 Uhr im Weingut Klohr in Neustadt-Mußbach, wo jeweils bereits ab 18 Uhr für Speis und Trank geöffnet ist. Eintritt: 10 Euro. Um Reservierung unter 06321 66439 oder info@weingut-klohr.de wird gebeten.

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