Neustadt Mehr als bloß Arbeit

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Schüler der zehnten Klassen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Deidesheim/Wachenheim haben am Donnerstag an das jüdische Leben in der Stadt und an das Schicksal der jüdischen Familien während des Nationalsozialismus erinnert. Anschließend sammelten sie auf dem Jüdischen Friedhof Laub auf.

Es sei mittlerweile gute Tradition, Schüler der IGS über die Geschehnisse am 9. und 10. November 1938, der sogenannten Reichspogromnacht, aufzuklären, sagte Franz-Josef Ratter, Mitglied des Sprecherrats der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit und vormaliger Vorsitzender des Freundeskreises ehemalige Synagoge Deidesheim. So war Ratter auch am Donnerstag wieder in der IGS, um über die Pogromnacht zu sprechen und darüber, was damals auch in Deidesheim geschah. Auch hier hatten Schergen des Systems versucht, die schon damals nicht mehr als Gotteshaus genutzte Synagoge zu beschädigen, was der Besitzer aber hätte verhindern können. Auch die letzten jüdischen Mitbürger sahen sich damals Demütigungen und direkten Angriffen ausgesetzt. Die interessante und zugleich bedrückende Geschichtsstunde ging für die Jugendlichen von der IGS auf dem Jüdischen Friedhof weiter. Dort erfuhren sie noch mehr über die jüdische Kultur, etwa, dass die Gräber hier nicht abgeräumt werden. Schließlich machten sich die Schüler zusammen mit dem Gärtnerteam der Stadt daran, die Stätte der Toten vom Herbstlaub zu befreien. |mko

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