Neustadt
Meckenheim/Haßloch: Busverbindung ärgert Schüler

Die Busverbindung zwischen Haßloch und der Verbandsgemeinde Deidesheim am Nachmittag ist aus Sicht von Oberstufenschülern, die bis 17 Uhr Unterricht haben, ungünstig. Sie müssen eine halbe Stunde warten. Der Kreis sieht keine Möglichkeit, das zu ändern.
Die Busse der Linie 574 fahren stündlich. Abfahrt an der Realschule Haßloch ist um 16.42 Uhr beziehungsweise um 17.42 Uhr. „Wenn man bedenkt, dass die Schüler vom Gymnasium bis zur Haltestelle an der Realschule noch etwa zehn Minuten brauchen, warten sie eine halbe Stunde“, rechnet Sina Müller, Pressesprecherin der Kreisverwaltung Bad Dürkheim, vor. Für Oberstufenschüler sei das vertretbar. Der Kreis organisiere den Schülerverkehr für schulpflichtige Kinder, Oberstufenschüler, die nicht mehr schulpflichtig seien, nutzten für ihren Schulweg den regulären Öffentlichen Personennahverkehr. Der Kreis sei nicht verpflichtet, die Fahrtzeiten dem Unterrichtsende anzupassen. Netz und Taktung des ÖPNV seien eng aufeinander abgestimmt, deshalb sei es nicht möglich, in diesem komplexen System eine Fahrt einfach um fünf Minuten zu verlegen. Zumal es sich nicht um fünf Minuten handele, sondern um 20 bis 25 Minuten, da die Schüler ja auch noch zur Haltestelle kommen müssten.
Alle Beteiligte an einen Tisch?
Michael Wahl (FWG) aus Ruppertsberg sieht das anders. Mehrfach habe er sich bereits bemüht, eine Änderung der Abfahrtszeiten zu erreichen, gebracht habe es nichts. Die Schüler kämen erst nach 18 Uhr nach Hause, obwohl sie bereits um 17 Uhr Schulschluss hätten. „Mein Ziel ist es, Schule, Schulträger und Busgesellschaft mal an einen Tisch zu bekommen“, sagt Wahl.
Müller ist dagegen der Ansicht, dass der Kreis das Problem nicht lösen könne. „Alternativ könnte die Schule ihre Zeiten ändern, etwa durch eine kürzere Mittagspause“, schlägt sie vor. Außerdem weist sie darauf hin, dass bei neuen Fahrplänen immer wieder Gespräche stattfänden, um die Abfahrtszeiten abzustimmen.