Neustadt Letztes Aufgebot geht leer aus

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Ludwigshafen (thl). Auf den Fußball-Verbandsligisten VfL Neustadt kommen wie erwartet schwere Zeiten zu. Nach der 0:2 (0:0)-Niederlage im Kellerduell beim Ludwigshafener SC sind die Chancen auf den Ligaverbleib weiter gesunken.

VfL-Trainer Wolfgang Trapp hatte mutig die Flucht nach vorne ergriffen. Gegenüber der Partie in Fußgönheim hatte er sein Team – auch der personellen Not und der Sperren für Daniel Neu und Saban Sabani geschuldet – umgekrempelt und sehr offensiv eingestellt. Gino Padberg agierte als alleiniger Sechser hinter einer offensiven Dreierreihe und erfüllte diese Aufgabe lange Zeit sehr gut. Vorne bildeten Reiner Schwartz und Serkan Toker den Zwei-Mann-Sturm. Torwart Schwartz war von Anfang an im Feld dabei, weil Torunay Demir erkrankt fehlte. „Er ist seit Freitag krank und ruft mich am Sonntag um halb 12 Uhr an“, erklärte Trapp die Personalie. Sein Gesichtsausdruck verriet Unverständnis. Und so wechselten die Neustadter nur einmal aus. Lukas Neu aus der zweiten Garnitur genügten wenige Trainingseinheiten, um zum Debüt im Verbandsligateam zu kommen. Trotz alledem verkaufte sich der VfL im ersten Abschnitt sehr ordentlich. „Das hat mir gefallen. Die Einstellung hat gestimmt, und wir haben gekämpft“, lobte Trapp. Zwar gab es außer zwei Schusschancen von Padberg keine verheißungsvollen Offensivaktionen, aber in der Abwehr standen die Neustadter sehr sicher. Aus dem Spiel heraus erarbeitete sich der LSC keine Möglichkeit. Was auch daran lag, dass die Gäste eine gute Raumaufteilung hatten und früh störten. „Ein dummer Fehler, der nicht passieren darf, stellt dann das Spiel auf den Kopf“, haderte Trapp mit der Szene in der 49. Minute. A-Junior Jan Lintz wurde auf engstem Raum von Furkan Konur ausgespielt, der das 1:0 von Enis Baltaci mustergültig einleitete. „Wenn wir die ersten 15, 20 Minuten nach der Pause überstehen, wird der Gegner vielleicht nervös und wir können das zu einem Kontertor nutzen“, philosophierte der Coach. Doch es kam anders. Der VfL bemühte sich zwar um den Ausgleich, richtig gefährlich wurde es für den LSC aber nie. Das 2:0 des eingewechselten Nino Mitov besiegelte die Niederlage der Neustadter. „Da hatten wir die Deckung schon geöffnet. Das Tor war ohne Bedeutung“, verdeutlichte Trapp. Aufgeben ist aber nicht die Sache des ehemaligen Profis. „Allen personellen Problemen zum Trotz – wir haben noch Hoffnung.“

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