Neustadt Lederle hofft auf weniger Fehler

Hassloch. Oft entscheiden Kleinigkeiten über den Ausgang eines Fußballspiels. Ein Laufduell, ein Zweikampf, ein Schuss, der gegen den Pfosten knallt oder einen Zentimeter daneben ins Tor rauscht. Fußball-Bezirksligist 1. FC 08 Haßloch hat dieser Tage das Problem, dass die Kleinigkeiten zu seinen Ungunsten ausfallen.
Seit vier Spielen ist die Elf von Trainer Christian Lederle ohne Sieg, und sollte sie auch am Freitagnachmittag (ab 16 Uhr) beim ESV Ludwigshafen nicht gewinnen (oder gar verlieren), wird die Lage langsam knifflig. Mit sieben Punkten belegen die „Nullachter“ Rang 13, die „Eisenbahner“ sind mit einem Punkt weniger 14. Lederle hält allerdings wenig davon zu sagen, seine Elf müsse diesen Kontrahenten bezwingen, weil er tabellarisch noch schlechter dastehe: „Es ist ganz einfach. Machen wir weniger Fehler als zuletzt, sind die Chancen gut, dass wir gewinnen. Machen wir die gleichen Fehler, können wir auch gegen den ESV verlieren.“ Beim 1:3 gegen Fortuna Billigheim-Ingenheim führte der FC 08 mit 1:0, kassierte kurz vor der Pause den Ausgleich (zum berüchtigten psychologisch ungünstigen Zeitpunkt) und geriet durch einen Sonntagsschuss in Rückstand. „Du liegst hinten und hast bis dahin nicht mal eine Torchance zugelassen“, sagt Lederle. „Aber es ergibt keinen Sinn zu jammern. Wir müssen eben noch härter arbeiten.“ Ortsrivale VfB Haßloch darbt noch länger. Die Elf von Trainer Frank Lieberknecht erspielte in den vergangenen sechs Spielen nur einen Punkt und rutschte bis auf Rang zwölf ab. Wie in der Vorsaison droht den Gelb-Schwarzen der Abstiegskampf. Dieser müsste wohl schon am Wochenende ausgerufen werden, sollte der VfB auch gegen den SV Altdorf-Böbingen den Kürzeren ziehen. Ohne Sieg, dafür aber mit sechs Niederlagen und drei Unentschieden in der Statistik wird der SVA am Sonntag (15 Uhr) im Eichelgarten vorstellig. „Altdorf ist immer Spitz auf Knopf“, sagt Lieberknecht, „ich wünsche mir deshalb ein Schiedsrichtergespann, das 90 Minuten eine einheitliche Linie fährt und das Fingerspitzengefühl für ein ganzes Spiel hat.“ Beim 3:4 in Maxdorf, so Lieberknecht, habe dieses gefehlt. Allein verantwortlich wolle er den Referee nicht machen, „wir sind in manchen Situationen einfach nicht clever genug“. Ein Gegentreffer aber sei aus einer krassen Abseitsstellung gefallen, und der Elfmeter zum Endstand in der Nachspielzeit sei eine Kann-, jedoch keine Muss-Entscheidung gewesen. Es sind oft eben die Kleinigkeiten, die ein Fußballspiel entscheiden. Im Augenblick richten sich diese nicht nur gegen den 1. FC 08, sondern auch gegen den VfB.