Fußball
Landesligaderby: B-Junioren mit 28 Absagen und zwölf Toren
Nachdem Aufsteiger 1. FC 23 Hambach in der Vorrunde der Fußball-B-Junioren-Landesliga Südwest, Staffel A, das Derby bei der TSG Deidesheim mit 5:1 gewonnen hatte, verlief das Rückspiel in Hambach am vergangenen Samstag diametral zum Hinspiel. Dabei sahen die 50 Zuschauer nicht nur sechs, sondern sogar zwölf Tore.
Nach der ersten Hälfte führten die Deidesheimer mit 5:1 und siegten am Ende mit 8:4. Für die gut in die Saison 2025/2026 gestarteten Hambacher bedeutete dies die fünfte Punktspielniederlage in Folge, für die TSG nach schwachem Saisonbeginn dagegen den dritten Sieg in Serie.
28 Absagen für das Spiel
„Unsere Wintervorbereitung war von Krankheiten, Verletzungen und Urlauben geprägt und verlief holprig. Gestern kam es zu einem historischen Ereignis. Aufgrund von 28 Absagen im Kader konnten wir gerade so eine Mannschaft stellen. Es mussten auch einige Spieler, die nicht fit waren und Trainingsrückstand hatten, ran. Deshalb entsprach die erste Hälfte auch nicht den Erwartungen, die wir an uns selbst stellen. Umso erfreulicher war es, dass die Mannschaft aber zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat“, kommentierte Hambachs Trainer Marc Rottmayer. „Leider hatten wir immer wieder Pech im Abschluss und haben uns das 5:7 mit einem abgefälschten Ball erneut selbst reingelegt. Auch die Parade eines Elfmeters konnte da dann nichts mehr verhindern. Zusammengefasst waren es im Hin- und Rückspiel zwei spannende Spiele und in Summe ein spektakuläres 9:9“, ergänzte er.
Deidesheims Coach Emre Demir war nach dem Auswärtssieg beim Neuling sehr zufrieden. „Im Vorfeld des Derbys wussten wir genau, dass Hambach mit vielen langen Bällen und einem sehr direkten Spiel agieren wird. Darauf haben wir unseren Matchplan gezielt ausgerichtet und die Mannschaft eingestellt. Unsere Jungs hatten auch richtig Bock auf das Spiel. Von der ersten Minute an war die Energie spürbar“, erläuterte der Übungsleiter. „In der ersten Hälfte hatten wir das Spiel klar unter Kontrolle. In der zweiten wurde es phasenweise etwas wild, fast wie ein Royal Rumble. Aber insgesamt war es über 80 Minuten ein intensives Spiel, in dem beide Teams effizient waren. Wir allerdings überwiegend noch effizienter vor dem Tor. Über weite Strecken waren wir präsenter. Dass wir acht Tore geschossen haben, spricht für unsere Offensive und die Qualität, die wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben“, konkretisierte er. Es habe aber auch Negativpunkte gegeben. „Vier Gegentore sind zu viel, da brauchen wir nicht drumherum reden. Aus solchen Spielen müssen wir lernen. Unser Defensivverhalten werden wir weiter optimieren und noch klarer in unseren Abläufen werden. Genau darum geht es: Entwicklung“, so Demir. „Die Jungs haben sich in der Vorbereitung quälen lassen und hart gearbeitet, und genau das zahlt sich jetzt aus. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, lobte der TSG-Trainer seine Auswahl.