Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Landesimpfzentrum im Telekom-Hochhaus bleibt geschlossen

Auch das Neustadter Impfzentrum ist seit Oktober geschlossen.
Auch das Neustadter Impfzentrum ist seit Oktober geschlossen.

Neustadt wäre zwar bereit, doch hat das Land Rheinland-Pfalz vorerst anders entschieden. Dafür kommt am Freitag wieder ein Impfbus, dieses Mal ans Stadionbad.

Mehr Booster-Impfungen lautet das Ziel der rheinland-pfälzischen Landesregierung. In der neuen Corona-Verordnung, die am Montag in Kraft treten wird, ist aber nicht vorgesehen, jene Landesimpfzentren, die im Bereitschaftsmodus sind, hochzufahren. Dazu gehört die Neustadter Einrichtung im Telekom-Hochhaus. Sollte es aber doch soweit kommen, wäre das kein Problem: „Wir stehen bereit“, sagt Oberbürgermeister Marc Weigel auf Anfrage.

Zum 30. September waren die Impfzentren bundesweit geschlossen worden. In Rheinland-Pfalz hatte das Land vorab geregelt, dass einige von ihnen aber bis 30. April 2022 im Stand-by-Betrieb bleiben. Nun hat ausgerechnet der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen der stark ansteigenden Infektionszahlen die Länder aufgefordert, die Impfzentren wieder zu öffnen – vor allem mit Blick auf die Auffrischungsspritze.

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Stadt entscheidet nicht

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Eine solche Spritze war bis 30. September im Neustadter Impfzentrum 389 Neustadtern gesetzt worden, darunter 251 Menschen im Alter von über 70 Jahren, wie die Stadt informiert. Laut Pressesprecher Tobias Grauheding könnte eine Impfstraße im Telekom-Hochhaus binnen einer Woche wieder hochgefahren werden. Technisch sei noch alles vorhanden, nur beim Personal werde es einige Tage dauern, um wieder Teams zusammenzustellen.

Eine Impfstraße benötigt vier Verwaltungsmitarbeiter, zwei Mediziner, zwei medizinische Fachkräfte, einen Apotheker, Sanitäter und Sicherheitskräfte. Da schon bisher Kinderärzte zu den Teams gehört hätten, wäre das Impfzentrum auch bereit, wenn die Impfung für Kinder unter zwölf Jahren freigegeben werden sollte, so Grauheding.

Mehr Impfbus-Termine

Indes hat das Land bislang andere Pläne. Statt die Bereitschaftsimpfzentren zu öffnen, sollen unter anderem an zehn Krankenhäusern dezentrale Impfzentren an speziellen Impftagen öffnen und die Impfbustermine bis Jahresende von 250 auf 500 verdoppelt werden. Mit Blick auf Menschen über 70 Jahre setzt das Land vor allem auf die niedergelassenen Ärzte.

Sollte das Land aber doch beschließen, die Stand-by-Impfzentren wieder hochzufahren, wäre Neustadt bereit. Als die bundesweite Schließung diskutiert worden sei, sei Neustadt wie andere Kommunen etwas skeptisch gewesen, so der Oberbürgermeister. Auch das Land habe eher zurückhaltend reagiert und sich für ein Bereitschaftssystem entschieden. Ein Alleingang der Stadt sei aber ausgeschlossen, sagt Weigel. Nur das Land könne sagen, ob die Stand-by-Impfzentren öffnen sollen oder nicht.

Ein Todesfall in Haßloch

In Neustadt sind über das lange Wochenende 36 Corona-Neuinfektionen registriert worden, im Landkreis Bad Dürkheim 48. Zudem meldet die Kreisverwaltung einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus: Gestorben ist ein über 70 Jahre alter und geimpfter Mensch in Haßloch. In Landau und im Kreis Südliche Weinstraße wurden seit vergangenen Freitag 89 weitere Fälle verzeichnet.

Ein Landesimpfbus macht am Freitag, 5. November, wieder in Neustadt Station: von 8 bis 16 Uhr am Stadionbad in der Talstraße.

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