Neustadt Land und Leute:

91-71105421.jpg

Ganz hoch hinaus, und das auch noch möglichst schnell, wollten drei Mannschaften der Feuerwehr Lambrecht: Die Zweierteams haben beim Treppenlauf im Kölnturm mitgemacht. Mit 148 Metern (mit Antenne sogar 165 Meter) ist das Bürohochhaus das zweithöchste Gebäude von Köln und steht im Mediapark. Den Treppenlauf im Kölnturm gibt es für Einzelläufer, Teams und schließlich für Feuerwehrteams mit mehr oder weniger Ausrüstung. Ziel der Lambrechter war es, das Hochhaus in voller Feuerwehrausrüstung mit Überhose, Überjacke, Feuerwehrhelm, -handschuhen, -stiefeln und Atemschutzgerät zu bezwingen. Kleidung, die hauptsächlich für den Innenangriff in brennenden Gebäuden verwendet wird. Wer damit die Treppen hochstürmt, hat ein zusätzliches Gewicht von etwa 30 Kilogramm zu schleppen. Über 700 Stufen und 148 Höhenmeter waren so zu bewältigen. Es war am Wochenende in Köln so heiß, dass man schon im Stehen geschwitzt hat, berichtet Marco Hartmann, der mit Sascha Köppler das Team „Feuerwehr Lambrecht 3“ bildete. Aber das war nichts gegen die Bäche von Schweiß, die die Treppenläufer aus der Pfalz auf dem Weg ins 43. Obergeschoß vergossen haben. Oben angekommen, „das ist schon ein Glücksgefühl, aber man braucht dann schon dringend Ruhe“, berichtet Hartmann. „Glücklicherweise ist man uns in einem Hotel nebenan entgegengekommen, und wir durften gegen eine kleine Spende duschen.“ Trainiert hatten die Lambrechter, deren Konkurrenten überwiegend aus Nordrhein-Westfalen kamen, dreimal im GDA-Wohnstift in Neustadt. Das hat allerdings nur 16 Stockwerke. Die Treppenläufer sind eigentlich keine Ausdauersportler. Sie wollen sich aber künftig wieder treffen zum „Dienstsport“. Die Teilnahme an weiteren Wettkämpfen ist geplant. Team Feuerwehr Lambrecht 3 mit Marco Hartmann und Sascha Köppler kam in Köln auf Platz sieben, gefolgt von Team Feuerwehr Lambrecht 2 mit Andy Köhler und Sven Wolf. Knapp zehneinhalb Minuten brauchten sie, um samt der schweren Ausrüstung oben anzukommen. Platz 12 belegten Vitali Jarzenuk und Sven Thomas. Im Anschluss schafften es die sportlichen Wehrmänner zudem, mit den Kameraden, die sie begleiteten, noch etliche Sehenswürdigkeiten der Stadt Köln zu besichtigen wie die Hohenzollernbrücke und natürlich den Dom. Und damit haben sie auch das höchste Gebäude von Köln gesehen. Denn das historische Wahrzeichen überragt den Kölnturm noch einmal um neun Meter und ist überhaupt das zweithöchste Kirchengebäude Europas. Aber dort auch noch auf den Südturm zu steigen, darauf haben die Lambrechter Feuerwehrleute dann doch dankend verzichtet. Es wären nochmals 533 Stufen gewesen ... (ff)

91-71105422.jpg
x