Nachklapp
Lambrecht/Deidesheim: Von musikalischen Bürgermeistern
Bürgermeister Wohlklang
Alle Achtung. Was Ortsbürgermeister in der Region musikalisch so alles auf die Beine stellen, nötigt uns gewaltigen Respekt ab. Ans Licht gebracht hat die Talente unsere Serie über die neuen Ortsbürgermeister. Ein halbes Blasorchester könnte man aufmachen mit den Ortschefs. Posaune (Kretner), Tenorhorn (Weisbrodt), Saxophon (Kren): alles dabei. Ob es ein Nachteil oder ein Vorteil ist, dass alles Blechblasinstrumente sind, sei dahingestellt. Bürgermeister sind in aller Regel um Harmonie bemüht. Gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Zusammenspiel. Dass nicht nur unter den neuen, sondern auch unter den wiedergewählten Ortschefs musikalische Talente sind, wissen wir seit Donnerstag. Gernot Kuhn, Esthaler Bürgermeister und voraussichtlich CDU-Kandidat bei der Verbandsbürgermeisterwahl, nennt Singen als Hobby. Man darf gespannt sein, was die Kandidaten von FWG und SPD zu bieten haben.
Real-Markt Misston
Nicht gerade nach einem Wohlklang hört sich an, was diese Woche aus der Konzernzentrale der Metro AG zu vernehmen war. Hoffentlich ist das kein Schlussakkord für den Haßlocher Real-Markt: Wenn Ende Januar die 277 deutschen Standorte an das Konsortium X+Bricks und SCP Group übergehen, könnten zahlreiche Real-Märkte schließen und viele Mitarbeiter Kündigungen erhalten. Ob und inwieweit auch Haßloch betroffen sein wird, ist noch unklar. Für die Beschäftigten, darunter viele Frauen und Ältere, wäre der Jobverlust ein harter Schlag. Auch für die Gemeinde und ihre Bürger wäre es bedauerlich, wenn bei Real die Lichter ausgehen würden. Gehen die Haßlocher doch gefühlt seit Menschengedenken „naus“ zum Einkaufen – früher zu Massa, heute zu Real. Ein bitterer Unterton schwingt außerdem mit, denn die Mitarbeiter wurden bisher über ihre Zukunft und die des Standorts im Unklaren gelassen.