Maikammer / Edenkoben L512: Fahrbahn und Stützmauern werden erneuert

Die Bauarbeiten sind im Zeitplan: Mitte November soll die Straße zwischen Maikammer und Edenkoben wieder geöffnet werden.
Die Bauarbeiten sind im Zeitplan: Mitte November soll die Straße zwischen Maikammer und Edenkoben wieder geöffnet werden.

Auf Hochtouren laufen die Bauarbeiten auf der L512 zwischen Maikammer und Edenkoben. Noch bis voraussichtlich Mitte November wird die Straße voll gesperrt bleiben. Der Landesbetrieb Mobilität erklärt, warum die Fahrbahn und die Stützwände erneuert werden müssen.

Mitte September haben die Bauarbeiten auf der Straße zwischen Maikammer und Edenkoben begonnen, die rund 900 Meter lang durch Weinberge führt. Zwischen dem Kreisel beim Wasgau-Markt Maikammer und dem Ortseingang von Edenkoben beim Gymnasium ist die L512 voll gesperrt. Boris Egem vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer erläutert im Gespräch mit der RHEINPFALZ den Hintergrund der voraussichtlich zweimonatigen Baumaßnahme. Zwei Aufgaben sollen in dieser Zeit erledigt werden: Erneuert werden die Fahrbahn und die Stützwände.

Wasser soll künftig besser abfließen

Bei den Arbeiten an der Fahrbahn gehe es darum, die Querneigung zu verbessern, sagt Egem. In erster Linie diene die Querneigung dazu, Straßen zu entwässern. Das Wasser soll möglichst schnell zum Fahrbahnrand geleitet werden, um dort zu versickern oder abgeleitet zu werden. Bei früheren Arbeiten an der L512 sei die Straße lediglich ausgebessert, aber die Querneigung nicht optimiert worden. Mittlerweile gebe es dazu Straßenbauvorschriften, die bei der L512 zwischen Maikammer und Edenkoben jetzt umgesetzt würden. „Wir wollen erreichen, dass das Wasser besser abfließt“, bringt es Egem auf den Punkt. Deshalb werde nicht nur die Deckschicht teilweise erneuert, sondern abschnittsweise auch in die Tiefe gegangen und die Binder- und Tragschicht erneuert. „Wenn schon, dann wollen wir es auch gescheit machen“, betont er.

Schlechter Zustand der Stützwände

Zweites Projekt ist die Erneuerung der Stützwände. Mindestens alle drei Jahre besichtige der LBM die Bauwerke in seinem Bereich. Bei der Prüfung der Sandstein-Stützwände entlang der Straße zwischen Maikammer und Edenkoben habe sich herausgestellt, dass deren Zustand sehr schlecht sei. „Es war sogar eines der schlechtesten Bauwerke“, sagt Egem. Bevor Sandsteine verrutschen und möglicherweise sogar auf die Fahrbahn fallen könnten, habe sich der LBM entschieden, die Stützwände zu erneuern. Das mittlere der drei Teilstücke an der L512 sei vor etwa zehn Jahren schon einmal erneuert worden. Nun seien die beiden anderen an der Reihe, an denen aktuell gearbeitet werde.

Sowohl Erd- als auch Gründungsarbeiten fänden dort derzeit statt. Diese seien Voraussetzung für den Bau der Gabionen neben der Straße, die den höher liegenden „Heiligenberg“ abfangen. Gabionen sind mit Steinen gefüllte Drahtgitterkörbe, die im Straßenbau als Stützmauern eingesetzt werden, um an Hängen den horizontalen Druck abzufangen. Entlang der L512 werden die Gabionen nach den Worten von Egem mit Schotter gefüllt. Sichtbar werde das aber nicht sein, weil die Gabionen mit Sandstein verblendet werden sollen. Sobald beide Gabionen-Stützwände fertiggestellt sind, sollen die Straßenarbeiten fortgesetzt werden. Nicht betroffen von den Arbeiten sei der parallel verlaufende Wirtschaftsweg.

Maßnahme mit Winzern abgestimmt

Da die Vollsperrung der Straße in die Weinlesezeit fällt, habe der LBM die Maßnahme mit den Winzern und mit der Gemeinde abgestimmt und dafür gesorgt, dass die Weinberge für landwirtschaftliche Fahrzeuge erreichbar sind. Das habe gut geklappt, sagt Egem. Auch die Umleitungen der Verkehrsteilnehmer laufen nach seinen Worten problemlos. Im Falle der L512 sei es ein glücklicher Umstand, dass in kurzer Entfernung Ausweichstrecken, vor allem die östlich parallel verlaufende L516, vorhanden seien. Deshalb nutzten die meisten Autofahrer nach seinem Kenntnisstand auch keine Schleichwege.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, die komplett vom Land übernommen werden, beziffert Egem auf rund 1,3 Millionen Euro.

„Aktuell sind wir im Zeitplan“, so Egem. Vorgesehen sei, die Bauarbeiten in etwa vier Wochen abzuschließen und die Vollsperrung am 17. November wieder aufzuheben. „Sofern wir einen milden Herbst bekommen, können wir ohne witterungsbedingte Verzögerungen an der vorgesehenen Bauzeit festhalten.“

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