Neustadt Kurioses für den Weinbau der Zukunft

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Kino-Atmosphäre statt Tagungsambiente, Popcorn anstelle von Tischvorlagen und Secco statt Selters: Am Montagabend zauberten die Angehörigen des Neustadter Weincampus anlässlich einer Film-Uraufführung ein völlig neues und ungewohntes Fluidum in die Aula des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) in Mußbach.

Im Vorfeld der 70. Pfälzischen Weinbautage gestern und heute im Saalbau zeigten die Studierenden des Dualen Studiengangs Weinbau und Oeonolgie den Kurzfilm „Ab in die Zukunft“, der während zweier Projekte im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre entstanden ist (wir berichteten in der Montagsausgabe auf der Seite Südwestdeutsche Zeitung). Dabei beschäftigten sich die Studierenden unter der Leitung von Professor Marc Dreßler intensiv mit möglichen Zukunftsszenarien im Weinbau. Gewählt wurde dabei beispielhaft die Situation im Jahr 2050. Anhand einer fiktiven studentischen Abschlussarbeit entwirft der Film basierend auf der Kino-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ ein einerseits sehr unterhaltsames, andererseits wenig wünschenswertes Bild davon, wohin die Reise beim Kulturgut Wein gehen könnte: Da gibt es beispielsweise weltweit nur noch einen einzigen Produzenten, da verschwindet die Kulturlandschaft zugunsten des industrialisierten Weinbaus in großen Hallen und zu guter – oder eher schlechter – letzt findet auch noch Weinbau auf dem Mars statt. Langsam, aber sicher wächst bei dem Verfasser der Arbeit die Erkenntnis, dass die von ihm entworfenen Szenarien durchaus Wirklichkeit werden könnten – doch das Ende des Films soll natürlich nicht verraten werden ... Gut 120 Zuschauer verfolgten den Premieren-Abend, bei dem die Erfrischungen in der voll besetzten Aula passend zum Thema im „Raumanzug“ ausgeschenkt wurden. „Die Entwicklung des Weinbaus ist für uns ja ein Dauerthema“, meint Dirk Gerling, Bezirksgeschäftsführer des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd: Insofern finde er es gut, sich damit auch mal humorvoll auseinanderzusetzen. „Der Film regt zu Diskussionen an“, meint auch Dominik Durner, Professor für Oenologie am Weincampus. Für ihn ist die nicht ganz ernst gemeinte Auseinandersetzung mit dem Thema eine gute Werbung für die Aktivitäten der Studierenden, die bei aller wissenschaftlichen Seriosität durchaus auch Spaß machen könne – wie nicht zuletzt das folgende „Making of“ mit seinen witzigen und kuriosen Szenen zeigte. Der Film ist heute anlässlich des Fachvortrags von Marc Dreßler zum Thema gegen 14.30 Uhr auf den Weinbautagen zu sehen, außerdem dauerhaft auf dem Youtube-Kanal des Neustadter Weincampus. |hox

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