Kommentar
Kunden sind die Leidtragenden
Für Angehörige ist das ein Super-GAU: Plötzlich stehen sie ohne den ambulanten Pflegedienst da, der einen Verwandten bisher zuverlässig in den eigenen vier Wänden versorgt hat. Im Falle der Caritas Haßloch müssen Betroffene wegen der kurzen Kündigungsfrist in wenigen Tagen einen Ersatz finden. Das dürfte angesichts von Personalengpässen auch bei anderen Pflegediensten oft nicht gelingen. Dann kommt nur eine stationäre Aufnahme in einem Pflegeheim in Frage, was auf die Schnelle kaum klappt, oder Angehörige müssen selbst einspringen. Die Caritas hat wegen der Überlastung der Mitarbeiterinnen keine andere Wahl, als ihr Versorgungsgebiet zu verkleinern. Der andauernde Pflegenotstand könnte dazu führen, dass auch andere Pflegedienste die Notbremse ziehen werden.
