Neustadt Kultur-Magazin: Synagoge: Vorträge zum Kriegsende vor 70 Jahren

. Unter dem Motto „Besiegt und doch befreit“ steht die Veranstaltung, mit der der „Freundeskreis“ am Mittwoch, 6. Mai, um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Deidesheim an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945 erinnert. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Situation der Überlebenden, also etwa der von den Nazis Verfolgten, der Ausgebombten, der Kriegsheimkehrer, der Flüchtlinge und Vertriebenen. Der Stadthistoriker Berthold Schnabel, selbst Vorstandsmitglied im „Freundeskreis“, wird dabei auf die regionalen Aspekte des Kriegsendes in Deidesheim eingehen, Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs in Speyer, wird die überregionalen Gesichtspunkte in den Vordergrund stellen. Auch Zeitzeugen sollen zu Wort kommen. Der Eintritt ist frei. (hpö) . Ein reich bebilderter Vortrag über Leben und Werk des Gimmeldinger Malers Peter Koch (1874–1956) steht am 6. Mai um 16 Uhr beim nächsten Mittwochstreff des Museumsfördervereins im Neustadter Stadtmuseum in der Villa Böhm auf dem Programm. Koch, ein Zeitgenosse Otto Dills, studierte wie dieser an der Münchner Akademie, ging aber dann 1909 nach Berlin, wo er Mitglied der von Max Liebermann geleiteten Sezession wurde, und später gar nach New York. 1922 kehrte er nach Gimmeldingen zurück, wo er von 1936 bis 1945 auch Bürgermeister war. In seinen farbenfrohen Gemälden und seinen Zeichnungen zeigen sich Einflüsse vom Impressionismus bis zu Kubismus und Expressionismus. Auch als Karikaturist trat der Künstler hervor. Referent des Vortrags ist der Gimmeldinger Remmert-Ludwig Koch, Jura-Professor an der FH Ludwigshafen und trotz der Namensgleichheit mit dem Künstler nicht verwandt oder verschwägert. Der Nachmittag soll bei einem Glas Gimmeldinger Wein in gemütlicher Runde ausklingen. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter 06321/84007 oder helga.willer@t-online.de erbeten. (hpö)