Neustadt Kommentar: Stillos

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Was hat die Koalition aus CDU, FDP und Grünen nur geritten, vom CDU-Oberbürgermeister eine andere Dezernatsverteilung zu verlangen? Offenbar war es kein Problem, ihn kurzfristig „zu instruieren“. Zu Recht ist die Opposition von SPD und FWG empört. Im Hauruck-Verfahren sind nun die Schulen dem Dezernat der neuen ehrenamtlichen Beigeordneten, Waltraud Blarr von den Grünen, zugeschlagen worden. Ihr hauptamtlicher Amtskollege, der Freie Wähler Georg Krist, hat sich umsonst auf die Aufgabe vorbereitet, von der Verwaltung, für die es mal hüh, mal hott heißt, gar nicht zu reden. Ein stilloses Verhalten von Jamaika, für das es keinen Grund gibt. Es sei denn, die Koalition hat doch Angst, Krist könnte sich im wichtigen, aber schwierigen Bereich Schule zu sehr profilieren. Oder sollen die Schulen von einer Neueinsteigerin aus den eigenen Reihen betreut werden, weil das den Einfluss gerade des kleinsten Partners besser sichert? Die Schulen als Spielball von Parteiinteresse – ein hässlicher Gedanke. Ebenso hässlich: der Umgang mit Krist. Noch dazu, wo Oberbürgermeister Löffler nicht müde wird, ihr gutes Verhältnis zu unterstreichen. Andererseits sprach Löffler am Montag, als er die ursprüngliche Dezernatsverteilung der Presse vorstellte, davon, Krist „soll ja auch schon noch etwas arbeiten“. Von einem Mitarbeiter auf diese eher ungewöhnliche Wortwahl hingewiesen, verbesserte er sie in „ein angemessener Geschäftsbereich für den hauptamtlichen Beigeordneten“. Das alles hat Georg Krist nicht verdient, auch wenn seine FWG die Koalition mit der CDU aufgekündigt hatte.

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