Breitensport Kinderturntag in Meckenheim: Mit Coco einmal um die Welt fliegen

Mit Gymnastik bereitet Übungsleiterin Monique Zabel als Papagei Coco die Kinder auf die turnerische Weltreise vor.
Mit Gymnastik bereitet Übungsleiterin Monique Zabel als Papagei Coco die Kinder auf die turnerische Weltreise vor.

Am Kinderturntag im SV Meckenheim nimmt Papagei Coco die kleinen Mädchen und Jungen mit auf eine Weltreise. Auch Tiger und Giraffe halten die Knirpse in Bewegung.

Auf eine kleine Weltreise gehen, sich dabei zu bewegen und dazu noch für die verschiedenen Kontinente typische Tiere kennen lernen: Spannend, finden viele junge Besucher und ihre Eltern beim Kinderturntag des SV Meckenheim. Der Verein beteiligt sich einmal mehr an der bundesweiten Aktion der Deutschen Turnerjugend.

Sportgeräte sind in der Verbandsgemeinde-Sporthalle verteilt. Barren, Ringe, Kasten und Schwebebalken werden jedoch an diesem Spaß- und Bewegungstag nicht zu den aus der Turnstunde bekannten Übungen benutzt. Alle Stationen für die Kinder von zwei bis acht Jahren sind Tieren gewidmet, deren Herkunft und die geplanten Übungen auf einem Plakat erklärt werden. Europa wird etwa repräsentiert von Storch und Maulwurf. Känguru und Koala stehen für Australien sowie Robbe und Pinguin für die Antarktis. Die Kobra-Schlange für Asien ist vielen Kindern bekannt, während Flughörnchen und Waschbär als Repräsentanten Nordamerikas einigen neu sein dürften.

Strecken wie ein Tiger

Das bekannteste Tier als Vertreter Südamerikas steht anfangs sogar leibhaftig in der Halle. Der Papagei Coco in Gestalt von Monique Zabel stellt mit dem kleinen achtsamen Tiger einige der Lebewesen schon in der einleitenden gemeinsamen Gymnastikstunde mit entsprechenden Übungen vor. „Jetzt strecken wir uns lang wie ein Tiger, und jetzt hoch wie eine Giraffe“, fordert die Übungsleiterin die zu diesem Zeitpunkt etwa 25 Kinder auf, „und jetzt rollen wir uns wie eine Robbe.“ Die kleinen Teilnehmer freuen sich danach, mit dem Papagei um die Welt zu fliegen und erobern nach einem Countdown im Eilschritt die verschiedenen Stationen.

Ganz vorne mit dabei ist die zweijährige Nala aus Meckenheim, die mit ihrem Papa Freddy mutig den Kasten erklimmt und mit seiner Hilfe auf dem Schwebebalken balanciert, ehe sie dem eigentlich speziell für Babys aufgebauten Entdeckungsland „für kleine Äffchen“ einen Besuch abstattet. „Wir waren bereits im vergangenen Jahr mit unserem fünfjährigen Sohn hier. Da war sie noch zu klein zur Teilnahme“, sagt ihr Vater.

Kinder aus der Umgebung

Im Laufe des Nachmittags füllt sich die Halle immer mehr. Wie im Vorjahr stellt der für die Öffentlichkeitsarbeit im Verein verantwortliche Holger Wildt fest, dass ausweislich der Autokennzeichen wieder viele Eltern mit ihren Kindern aus der Umgebung angereist sind. So auch die noch nicht ganz zweijährige Toni aus Königsbach, deren Mutter Selina über eine Freundin den Kontakt nach Meckenheim und zu Monique Zabel bekommen hat. „Sie macht das ganz toll“, lobt sie ausdrücklich die Übungsleiterin im SV Meckenheim für ihre Arbeit mit dem Nachwuchs und schaut wieder nach ihrer Tochter, die sich ausgiebig mit den zu einem Parcours ausgelegten Hütchen beschäftigt.

Vor allem die später in einem kleinen Wettbewerb benötigten Springseile haben es dagegen Charlotte (1) aus Lachen-Speyerdorf angetan, die assistiert von ihren Eltern Dirk und Sarah sogar den Sprung vom Kasten übt. Derweil geht es etwas ruhiger in der Ecke mit dem Stand der AOK Rheinland-Pfalz Saarland als Gesundheitspartner zu, an dem es gilt, Gerüche zu erkennen und Lebensmittel zu erfühlen. Daraus ergibt sich zudem eine gesunde Pausenbox für die Schule, erfährt eine Familie aus Hochdorf, die mit ihren zwei Kindern Anna (4) und Johannes (7) die Veranstaltung in Meckenheim besucht. Eigentlich ist Handball die Sportart vor allem bei Vater Thomas, aber das Turnangebot für Kinder im SVM hat auch ihn und seine Frau Tanja überzeugt.

Großes Gewimmel

Das Gewimmel in der Halle wird im Verlauf der Veranstaltung immer größer, die Kinder werden an den Geräten immer kreativer. Da wird an den Ringen geschaukelt und über den Barren balanciert. Man schiebt sich gegenseitig auf dem Rollbrett und springt mutig vom Kasten. Dadurch offensichtlich animiert, jongliert sogar der eine oder andere Vater mit drei Ringen und einem Luftballon.

Groß ist der Andrang auch auf der Tribüne, wo das Team des Kindergartens mit Hilfe von Schminke im Gesicht die Kinder wahlweise in Löwen, Tiger, Schmetterlinge und andere Tiere verwandelt. „Einen klaren Favoriten gibt es nicht, die Wünsche verteilen sich“, lautet hier das Fazit.

Im Kommen und Gehen ist es mittlerweile schwer geworden, eine genaue Teilnehmerzahl zu ermitteln, gibt Holger Wildt zu. „Aber wir sind zufrieden.“ Wie in den Vorjahren könnte es nach dem Kinderturntag wieder Neuanmeldungen geben, vermutet er, obwohl schon jetzt rund 100 Kinder im Verein turnerisch aktiv sind. „Jetzt müssen wir nur noch sehen, dass wir Übungsleiter bekommen, dann können wir vielleicht eine vierte Gruppe aufmachen“, blickt er optimistisch in die Zukunft und sieht auch 2026 wieder einen Kinderturntag in seinem Verein. „Dann könnte es noch einmal eine turnerische Weltreise geben, aber vielleicht mit anderen Tieren“, überlegt Monique Zabel. „Dann wäre nach zwei Jahren ein anderes Motto als Abwechslung gut.“

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