Neustadt Künftig mit mehr Signalen „des Teilens“

Beim Weißwurstessen auf dem Deidesheimer Adventmarkt sind über 515 Euro zusammengekommen, die ans Kinderhospiz gehen.
Beim Weißwurstessen auf dem Deidesheimer Adventmarkt sind über 515 Euro zusammengekommen, die ans Kinderhospiz gehen.

Der Deidesheimer Advent 2018 stand wetterbedingt unter keinem guten Stern. Das führte dazu, dass die Resonanz in diesem Jahr deutlicher geringer und auch die Umsätze dementsprechend niedriger waren als in den Vorjahren. Dennoch will die Tourist Service GmbH an ihrem Konzept festhalten. Das Thema Barrierefreiheit soll eine größere Bedeutung bekommen.

„Wir hatten seit Bestehen des Deidesheimer Advents über vier Wochen noch nie so ungünstiges Wetter für eine Freiluftveranstaltung“, sagte Stadtbürgermeister Manfred Dörr. „Insgesamt war es etwas ruhiger. Die Besucher konnten mehr Zeit in den Ständen verbringen, so dass auch viele mit den Umsätzen durchaus noch zufrieden waren“, so Dörr, der aber kein Geheimnis daraus macht, dass die Erwartungen einiger Aussteller sich nicht erfüllt haben. „Auf jeden Fall war in Deidesheim trotz des schlechten Wetters mehr los als anderswo, vor allem weil viele den Besuch schon lange vor Beginn des Advents geplant hatten“, meinte Dörr. Dabei unterstrich der Bürgermeister nochmals die Bemühungen der Tourist Service GmbH, den Markt auf keinen Fall größer werden zu lassen. „Wir brauchen nicht noch mehr Stände. Allerdings werden wir uns auch dem Thema Barrierefreiheit widmen.“ Ebenso wolle man diejenigen Stände und Aussteller bevorzugt nach Deidesheim holen, die nicht nur für besonderes Kunsthandwerk stünden, sondern sich auch für andere engagierten. Die drei Betreiber der Stände vor der Verbandsgemeindeverwaltung, Ullrich und Johannes Eichberger von „Glühwein Eichberger“ sowie Peter Ackermann von „Peters Germanenspieß“ und Andreas Freitag („Feuerlachs“) luden so zum vierten Mal zu einem kostenlosen Weißwurstessen ein. Ihre Spende von 516,22 Euro werden sie in Kürze dem Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen übergeben. „Wir als Betreiber wollen auch einen sinnvollen Beitrag dazu leisten und anderen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, helfen. Wir wünschen uns, dass gerade zum Weihnachtsfest weitere Betreiber der Stände ein Signal des Teilens setzen“, sagten Ulrich Eichberger und Peter Ackermann. Ebenfalls für die Sterntaler engagierte sich Barbara Meuser, die mit ihrem Magnetschmuckladen in Deidesheim ansässig ist, gemeinsam mit Birgitt Kaufmann, die ein Kosmetikstudio im Ort betreibt. Bereits zum vierten Mal in Folge spendeten die beiden die Einnahmen aus dem Verkauf ihrer selbstgenähten Kissen dieser Einrichtung. So kamen an Ihrem Stand, den die beiden seit 2015 auf dem Weihnachtsmarkt führen, über 6000 Euro zugunsten der Sterntaler zusammen. Allein dieses Jahr waren es 2164 Euro. Dabei war die Idee eher per Zufall entstanden, nachdem eine Kundin Barbara Meuser vor vier Jahren aufgrund ihrer guten Beratung ein Kissen geschenkt hatte. Das war für Meuser die Inspiration, auch anderen etwas Gutes zukommen zu lassen. „Es ist mir auch eine Herzensangelegenheit und ich freue mich, dass die Resonanz für die gute Tat immer größer wird“, sagte Meuser.

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