Pferdesport Jungpferdetag in Haßloch: Großer Sport unter der Woche
Zum Tag der jungen Pferde trafen sich am Mittwoch beim RSV Pfalzmühle Haßloch nicht nur Reiterinnen und Reiter von der Weinstraße, sondern auch aus der Westpfalz, dem Saarland und sogar aus Hessen. „Sportlich ist unsere Bilanz top, denn die jungen Pferde zeigten viel Qualität und Bewegungstalent, sowohl im Parcours wie auch im Dressurviereck“, erklärte Turnierleiter Markus Blaul.
In der Dressurpferdeprüfung Klasse A zum Beispiel ritt Lara Juana Jung (RFV Rheinzabern) den vierjährigen Westfalenwallach Dimantino von Dimaggio mit der Top-Wertnote von 8,5 zum Sieg. Für die Haßlocher war hier Heike Blaul mit ihrem sechsjährigen Hannoveraner Van Tastique am Start. „Er hat nen super Job gemacht, nur einmal gab es ein kleines Missverständnis und wir waren im falschen Galopp. Aber ansonsten war er wie immer im Viereck superbrav“, lobte die Reiterin ihr junges Pferd. Die Jury platzierte den harmonischen Auftritt des zufrieden gehenden Fuchswallachs auf Rang drei.
Termin ist kein Problem
Dass deutlich weniger Dressurreiter am Start waren als gewünscht, lag nach Aussage des RSV-Vorsitzenden aber nicht am ungewöhnlichen Termin mitten in der Woche. „Denn in Jungpferdeprüfungen sind fast nur Profis am Start, deren Job es ist, junge Pferde auszubilden und in den Sport zu bringen. Da ist der Mittwochstermin kein Problem“, sagte der Turnierleiter. „Aber wir hatten zum ersten Mal richtig starke Konkurrenz, denn überregionale Turniere wie die in Walldorf, Erbes-Büdesheim oder Rheinböllen starteten genau einen Tag später“, so Markus Blaul. „Einige Sportställe wollten sicher auch die Chance nutzen, ihre Youngster dort vielleicht für das Bundeschampionat in Warendorf zu qualifizieren.“
Im Parcours waren die Startzahlen deutlich besser: Parcourschef Axel Kumpf stellte mit dem RSV-Helferteam drei Kurse mit Hindernissen und Distanzen zwischen den Sprüngen, die genau auf das jeweilige Alter und damit auch den Trainingsstand der Jungpferde zugeschnitten waren.
Doppelstart und Doppelsieg
Manche Ausbilder ritten in den drei Springen nicht nur eins, sondern sogar bis zu drei Jungpferde. Zum Beispiel Samantha Theis (RFV Zeiskam), die in der Zwei-Sterne-Springpferdeprüfung Klasse A zu Beginn die fünfjährige Stute Cindy-Lou vorstellte. Nach einem sehr gelungenen Ritt in gutem Tempo, bei dem die fünfjährige Holsteiner Stute prima mit den Steilsprüngen, Oxern und auch der Kombination zurechtkam, ging es für Samantha direkt weiter aufs zweite Pferd. Denn mit der sechsjährigen Chapy war Theis kurz vor Schluss in diesem Springen dran. Auch hier gelang es der jungen Springausbilderin, die dunkelbraune Stute dynamisch galoppieren zu lassen, so dass sie an Steilsprüngen, Oxern und an der bunten Triplebarre, einem Hoch-Weit-Sprung, ihre gute Springtechnik zeigen konnte. Für diesen Ritt vergab die Jury auf dem Richterturm die Wertnote 8,1 und weil Cindy-Lou eine 8,5 bekommen hatte, konnte Samantha Theis den Doppelstart auch gleich in einen Doppelsieg ummünzen.
2024 früherer Termin?
„Es wird den Jungpferdetag weiter geben, denn wir haben tollen Sport gesehen“, erklärte Markus Blaul: „Aber mit Blick aufs Engagement unserer Mitglieder, die sich extra unter der Woche freinehmen, und damit sich der Turniertag auch für uns als Veranstalter rechnet, suchen wir für 2024 einen früheren Termin.“