Neustadt Im Zeichen des roten Zweiges

„Craobh Rua“ kommen ins „Konfetti“.
»Craobh Rua« kommen ins »Konfetti«.

Die Band „Craobh Rua“ huldigt im Wirtshaus „Konfetti“ am 28. April der irischen Musiktradition.

In der Mythologie Irlands spielt ein König namens Conchobar mac Nessa eine gewichtige Rolle. Seine heldenhaften Krieger waren bekannt als „The Red Branch Knights“, die tapfer und treu ihre Heimat Ulster gegen jede Art von feindlicher Einflussnahme verteidigten. „Red Branch“, Deutsch „Roter Zweig“, heißt auf Irisch „Craobh Rua“ und hat in dieser Schreibweise Mitte der 1980er Jahre einer der bis heute bekanntesten Folkbands der grünen Insel ihren Namen gegeben.

Die Gruppe hat seit Veröffentlichung ihrer ersten Langspielplatte „Not A Word About It“ Auftritte in Europa, Amerika und Australien absolviert. Sechs Alben gehen bisher auf ihr Konto. Das Personalkarussell hat sich in den Jahrzehnten ihres Bestehens mehrfach gedreht, an ihrer Musik aber hat sich bis heute nichts verändert. „Craobh Rua“ werden von Szenekennern gerne als „Botschafter traditioneller irischer Musik“ bezeichnet und sind stolz auf diesen Titel. Ein Crossover, also eine Verschmelzung zeitgenössischer Rock- und Popmusik mit irischem Folk, wie man es von zahlreichen Erfolgsbands keltischen Ursprungs her kennt, kommt für sie nicht in Frage. Lediglich ein paar schottische Lieder oder ein altes englisches Traditional finden ab und zu Einlass ihr riesiges, von Volksmusik ihres Heimatlands, geprägtes Repertoire.

Obwohl bei „Craobh Rua“ auch gesungen wird, versteht sich die Formation in erster Linie als Instrumentalkapelle. Auffällig ist, dass dabei Banjo, Mandoline, Gitarre, Fiddle, Tin Whistle und der irische Dudelsack, die Uilleann Pipes, zum Einsatz kommen, auf Perkussionsinstrumente jedoch komplett verzichtet wird. Trotzdem klingen ihre Lieder und Tänze schwungvoll und mitreißend. Die einzige Konstante bei „Craobh Rua“ ist Mandolinen- und Banjospieler Brian Connolly. Connolly wurde schon als Kind von seinem Großvater auf der Mandoline unterrichtet. Zum Banjo kam er, als er Barney McKenna von den „Dubliners“ spielen hörte. Zunächst war er Mitglied in mehreren nordirischen Gruppen, bevor er in der Hauptstadt Belfast seine eigene Band, eben „Craobh Rua“, aus der Taufe hob. Mit ihr kommt Connolly jetzt Ende April auf Einladung des Kulturvereins „Wespennest“ nach Neustadt. Dazu hat er sich wieder mit Desy McCabe und Conor Caldwell zusammengeschlossen, die schon früher live und auf Platten mit ihm zu hören waren. Als Gitarrist und Sänger ist Jim Rainey mit von der Partie.

Info:

Craobh Rua am 28. April, 20 Uhr im Wirtshaus „Konfetti“. Eintrittskarten (19,80 Euro) können unter 06321 35007 reserviert werden, donnerstags 14 - 16 Uhr und freitags 10 - 12 Uhr.

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