Neustadt IG-Metall-Forderungen unterm Christbaum

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Rund 150 Metall-Gewerkschafter haben gestern ihr Forderungspaket für die Tarifrunde 2015 am Sitz des Arbeitgeberverbandes Pfalzmetall in der Friedrich-Ebertstraße „abgeliefert“. Es geht um Lohnsteigerungen von bis zu 5,5 Prozent, eine Bildungsteilzeit und eine neue Alters-teilzeitregelung.

Diese Forderung empfiehlt der IG Metall-Vorstand den regionalen Tarifkommissionen für die Metall- und Elektrobranche. Die Verhandlungen für Rheinland-Pfalz, das Saarland und Hessen beginnen am 16. Januar in Darmstadt. Mit einer Bildungsteilzeit will die IG Metall für die Beschäftigten einen Anspruch auf persönliche berufliche Weiterbildung erreichen. Nur gut qualifizierte Mitarbeiter seien für den bevorstehenden industriellen Wandel gewappnet, argumentiert die Gewerkschaft. Die Verwaltungsstelle in Neustadt, die auch die Südpfalz mit Wörth und Germersheim umfasst, hat rund 14.500 Mitglieder. Ältere Beschäftigte wiederum bräuchten bessere Bedingungen, um aus dem Berufsleben aussteigen zu können. Deshalb strebe die IG Metall eine verbesserte Altersteilzeitregelung an. Jochen Rinck, der beim Arbeitgeberverband Pfalzmetall für Arbeits- und Sozialrecht zuständig ist, bezeichnete die Forderung nach Bildungsteilzeit als „einen der wunden Punkte“ des Forderungspakets. „Das passt nicht in die Zeit“, sagte er gegenüber der RHEINPFALZ. Die Entgeltforderung sei „überzogen wie immer“. Die Stimmung in den Betrieben sei nicht mehr so „euphorisch“ wie noch vor Monaten, es gehe jetzt darum, Beschäftigung zu sichern. Der IG Metall dagegen bewertet die wirtschaftliche Situation der Betriebe als „stabil“. Die Erträge seien auf hohem Niveau und die Zeichen stünden weiter auf Wachstum. Eine Steigerungsrate von bis zu 5,5 Prozent sei finanzierbar und sichere den Beschäftigten einen „fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung“. Die IG Metall Neustadt hatte sich gestern zunächst mit Vertretern aus Kaiserslautern und Ludwigshafen/Frankenthal zu einer Delegierten-Konferenz im Hotel Achat getroffen. Danach zog die Versammlung mit Kartons, auf die die drei Hauptforderungen aufgemalt waren, in die Friedrich-Ebert-Straße. Rinck, der die Forderungen entgegennahm, sagte, es sei eine „schöne Gepflogenheit“, Wunschpakete unter den Weihnachtsbaum zu legen. (kkr)

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