Neustadt IG Metall: „Das ist gelebte Demokratie“

Ralf Köhler gestern bei seiner Ansprache.
Ralf Köhler gestern bei seiner Ansprache.

Ganz in Gewerkschafterhand war gestern der Saalbau: Alle 2018 neu oder wieder gewählten Betriebsratsmitglieder aus dem Bereich der IG Metall Neustadt waren zu einem Empfang eingeladen. Rund 60 von ihnen nahmen das Angebot an und konnten mit Kooperationspartnern der Gewerkschaft, aber auch untereinander ins Gespräch kommen.

„Das, was ihr macht, ist gelebte Demokratie“, rief Ralf Köhler, der erste Bevollmächtigte der IG Metall (IGM) Neustadt, den Anwesenden zu. Als Betriebsratsmitglied nehme man die Wünsche und Probleme von Kollegen auf, um Verbesserungen zu erreichen. Sichere Arbeitsplätze, eine gute Bezahlung, angemessene Belastungen und vor allem der Erhalt der Gesundheit seien dabei wichtige Schlagworte. „Wir sind davon überzeugt, dass es mit einer Interessenvertretung im Betrieb bessere Arbeitsbedingungen gibt“, sagte Köhler im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Rund 40 Prozent der Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Metallbranche hätten keinen Betriebsrat in ihrem Unternehmen, das seien oft kleinere Betriebe, aber teilweise auch größere. „Einem Arbeitgeber, der einen Betriebsrat verhindert, wollen wir öffentlich auf die Finger hauen, er soll gebrandmarkt werden“, sagte der erste Bevollmächtigte in seiner Ansprache. Im IGM-Bereich Vorder- und Südpfalz engagierten sich rund 280 Frauen und Männer in Betriebsräten, und alleine die IGM Neustadt habe 15.000 Mitglieder. Harald Lange, der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Neustadt, forderte die Anwesenden auf, sich weiterzubilden und zu qualifizieren, um bestmöglich für die Arbeitnehmerbelange eintreten zu können. Dafür habe die IGM kompetente Kooperationspartner, von denen sich gestern im Saalbau einige vorstellten.

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