Neustadt Hochwasserschutz: Ortsbegehungen geplant

Hochwasser im Schöntal, allerdings in längst vergangenen Tagen. Das Bild stammt aus dem Jahr 1920.
Hochwasser im Schöntal, allerdings in längst vergangenen Tagen. Das Bild stammt aus dem Jahr 1920.

Im August 2023 soll das kombinierte Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept für Neustadt vorliegen. Bis dahin wird es noch je eine öffentliche Ortsbegehung mit Workshop in den acht erstellten Einzugsgebieten geben.

Laut städtischer Umweltabteilung sind dabei das Wissen und die Erfahrungen von Bürgern gefragt. Erste Gefahrenpotenziale und Gefahrenschwerpunkte seien bereits anhand von Karten und Daten ermittelt worden. Diese könnten durch die Bürger ergänzt werden. Termine wurden noch nicht genannt.

2021 hatte der Stadtrat beschlossen, ein solches Konzept zu erstellen. Es soll eine von vier Säulen sein – neben dem technischen Hochwasserschutz, Hochwasserflächenmanagement und Elementarversicherung. Das Konzept kostet 100.000 Euro, wozu das Land 90.000 Euro beisteuert. Die Ziele: die Stärke eines Hochwassers abzumildern und jene Zeitspanne zu verlängern, in der die Menschen gewarnt werden können und in der ihnen geholfen werden kann.

Eigenverantwortung bleibt

Beauftragt wurde die Neustadter Ingenieurgesellschaft IPR Consult, deren Grundlagenermittlung der Stadt zufolge fast abgeschlossen ist. Jetzt habe sie ein erstes Gespräch zwischen Verwaltung, beteiligten Behörden und Versorgungsunternehmen moderiert, bei dem es unter anderem um den Zeitplan gegangen sei.

Dass Kommune und Staat den privaten Hochwasserschutz nicht ersetzen können, also niemand aus der Eigenverantwortung entlassen werden kann, darauf wird immer wieder hingewiesen. Laut Wasserhaushaltsgesetz müsse jeder, der durch Hochwasser betroffen sein könne, tun, was ihm möglich sei, um Leben, Umwelt oder Sachwerte zu schützen.

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