Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSG Haßloch bei den Rhein-Neckar Löwen II

Veit Schlafmann (hinter Dymal Kernaja vom HLZ Friesenheim-Hochdorf) kommt aus Haßloch und spielt für die Junglöwen.
Veit Schlafmann (hinter Dymal Kernaja vom HLZ Friesenheim-Hochdorf) kommt aus Haßloch und spielt für die Junglöwen.

Die schlechten Nachrichten nehmen kein Ende beim Drittligisten TSG Haßloch. Immer wieder fallen mehrere Spieler aus. Beim nächsten Gastgeber Rhein-Neckar Löwen II trifft die TSG auf einen Haßlocher.

Die Hoffnungen in den vergangenen Tagen, dass sich die Personalsituation beim Handball-Drittligisten TSG Haßloch etwas verbessern wird, sind wie Seifenblasen geplatzt. Nur drei Tage vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim bisher ungeschlagenen Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen (Samstag, 19 Uhr, Stadthalle Östringen) musste Trainer Thomas Müller erneut eine Reihe von Ausfällen zur Kenntnis nehmen.

Hinter den Erwartungen geblieben

Während der kommende Gegner nach fünf Siegen in fünf Spielen entspannt in die Partie gegen die Bären gehen kann, werden die Sorgenfalten bei der TSG immer größer. Nach vier Partien hinkt die Mannschaft mit 2:6 Punkten noch hinter ihren eigenen Erwartungen her. Das Erreichen der Aufstiegsrunde und damit das vorzeitige Abwenden des Abstiegs scheint aktuell gefährdet.

Mit diesem Szenario will sich Müller aktuell noch nicht beschäftigen, auch wenn er immer wieder betont, dass die beiden verlorenen Punkte gegen den SV 64 Zweibrücken woanders eingefahren werden sollen. Derzeit ist er nur froh, wenn weitere Akteure genesen und in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Dabei war der Coach nach dem spielfreien Wochenende noch optimistisch, dass sich die Verletztensituation entspannen würde. Jan Triebskorn machte wieder erste Schritte in Richtung Mannschaftstraining. Und Torhüter Daniel Schlingmann zeigte nach seiner Adduktorenoperation auch enorme Fortschritte. Es kam aber anders.

Messerschmidt und Herbert krank

Kreisläufer Lino Messerschmidt, der zunächst über einen dicken Fuß klagte, fehlt jetzt wegen einer Grippe. Konstantin Herbert, der zuletzt kaum zum Einsatz gekommen war, meldete sich mit einer Mittelohrentzündung vom Training ab. Und Linksaußen Denni Djozic fehlte diese Woche aus beruflichen Gründen. „Es ist gerade nicht so erfreulich, aber es ergibt auch keinen Sinn, sich darüber aufzuregen. Wir müssen einfach aus der aktuellen Situation das Beste machen“, sagt Müller. Sein Blick geht nach vorne. „Wir werden uns so gut wie möglich auf die Löwen vorbereiten.“

Über die Qualität der Junglöwen musste Müller seine Schützlinge nicht informieren. „Wir müssen auf jeden Fall ein gutes Auge auf die Gebrüder Trost haben, wenn wir die Partie so lange wie möglich offen gestalten wollen“, betont der Trainer aber. „Und über die Qualität der Torhüter, egal wer dort spielen wird, gibt es auch keine Worte. Ob Späth, Grupe oder Gierse, es sind alles absolute Toptalente“, meint Müller.

Junglöwe mit TSG-Vergangenheit

Und dann gibt es bei den Gelbhemden noch einen mit TSG-Vergangenheit. Sein Name: Veit Schlafmann. Der 19-jährige Linkshänder ist der Sohn von Lutz Schlafmann, der einst mit Thomas Müller das TSG-Dress in der damaligen Regionalliga getragen hat. Veit Schlafmann, der inzwischen in Leutershausen lebt und auch schon in der EHF European League eingesetzt worden ist, war erst vor zwei Jahren aus der Jugend der HG Oftersheim-Schwetzingen zu den Junglöwen gewechselt. Seine Kontakte nach Haßloch sind nicht abgerissen. Sein Großvater Arno Schlafmann ist regelmäßig Gast bei den Haßlocher Heimspielen im TSG-Sportzentrum. Aber diesmal dürfte der Großvater wohl seinem Enkel für einen weiteren Sieg die beiden Daumen drücken.

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