Hassloch
Handball: Thomas Müller trainiert Drittligisten TSG Haßloch
Thomas Müller, ein Urgestein der TSG folgt auf Tobias Job, der nach vier Spielzeiten aus persönlichen Gründen sein Engagement in Haßloch beendet hatte. Unterstützung bekommt der neue Trainer vom Ex-Zweitliga-Spieler Gerald Schalter und Frank Herbert.
Die Trainerfrage hatte Thomas Müller in den vergangenen sieben Monaten seit der Ankündigung von Tobias Job, in der Saison 2020/2021 nicht mehr zur Verfügung stehen zu können, viele schlaflose Nächte bereitet. Die richtige Person für diese Aufgabe, die auch wirtschaftlich in das Budget der TSG passt, war einfach nicht zu finden.
Gespräche mit vielen Trainern
„Wir haben mit vielen Trainern gesprochen. Einige trauten sich diese Aufgabe nicht zu, andere hatten wirtschaftliche Vorstellungen, die wir nicht verwirklichen konnten“, sagt Müller. So machte er jetzt aus der Not eine Tugend. Der umtriebige Sportliche Leiter der Bären kehrt wieder in das Trainergeschäft zurück. So ganz fremd ist ihm diese Aufgabe nicht, denn nach seiner aktiven Zeit trainierte er den damaligen Regionalligisten TV Waldfischbach und war auch im Frauenbereich viele Jahre tätig. Dennoch wird die Dritte Liga mit den Bären eine neue Herausforderung für ihn sein.
Mit Gerald Schalter und Frank Herbert
Dabei setzt er auch auf die Unterstützung von Gerald Schalter und Frank Herbert. Schalter, der aus der Jugend des TB Assenheim stammt, das Trikot der Bären und des heutigen Bundesligisten Eulen Ludwigshafen getragen hat, besitzt die B-Trainer-Lizenz und ist auch seit vielen Jahren im Nachwuchsbereich als Coach aktiv.
Frank Herbert, dessen beiden Söhne Julius und Konstantin, die von der HSG Worms nach Haßloch gewechselt sind, hat aktiv beim damaligen Regionalligisten SG Eintracht Herrnsheim gespielt, ehe ihn eine schwere Knieverletzung zum Aufhören gezwungen und ihn in das Trainergeschäft geführt hat. Nach mehreren Trainerstationen in Rheinhessen führte er 2013 die B-Jugend der TSG Friesenheim zur Meisterschaft in der Oberliga und zog in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft in Berlin ein. Danach coachte er mit dem damaligen TSG-Jugendkoordinator Martin Röhrig die Bundesliga-A-Jugend der Pfälzer und qualifizierte sich als Zweiter der Staffel für das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Dann führte es ihn ins Nachwuchszentrum der Rhein-Neckar Löwen, wo er ebenfalls die A-Jugend betreute. Neben seiner Unterstützung bei der TSG in der kommenden Spielzeit betreut Herbert weiterhin den Bezirksoberligisten ESG Crumstadt/Goddelau.
Training ohne Passen und Körperkontakt
Auch wenn wegen der Corona-Pandemie noch der Zeitpunkt des Saisonstarts unklar ist, haben die TSG-Handballer inzwischen mit der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit begonnen. Zwar sind das Passen und Körperkontakt noch nicht erlaubt, aber die Grundlagen im Ausdauer- und Kraftbereich sollen in diesen Wochen gelegt werden. Der neue Trainer Thomas Müller rechnet derzeit mit einem Saisonstart zum 3. Oktober. „Das halte ich für realistisch, da wir dann zumindest vor einem Teil der Zuschauer wieder spielen könnten“, so Müller. Geisterspiele lehnt er im Handball ab.
Bereits am 3. Oktober wird auch der Spielbetrieb in den Handball-Oberligen Rheinland-Pfalz-Saar gestartet. Zunächst in zwei Staffeln mit Mannschaften aus der Pfalz und dem Saarland sowie aus Rheinhessen und dem Rheinland. Am Ende spielen die beiden Erstplatzierten in einem weiteren Turnier den Meister und zugleich Aufsteiger in die Dritte Liga aus. Ein Modus, worauf sich die vier Landesverbände in der Corona-Pandemie geeignet haben. Dies sei für die Dritte Liga kein Thema. Hier solle umgehend nach der in Kürze zu erwartenden Entscheidung der Handball-Bundesliga (HBL) für die Erste und Zweite Liga auch eine Entscheidung für Liga drei getroffen werden.