HASSLOCH RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Nur Gregoris Zukunft beim Drittligisten TSG Haßloch ungewiss

Der Haßlocher Rechtsaußen Dennis Gregori (hier 2019 im Spiel gegen Kornwestheim) versucht, einen Arbeitsplatz zu finden.
Der Haßlocher Rechtsaußen Dennis Gregori (hier 2019 im Spiel gegen Kornwestheim) versucht, einen Arbeitsplatz zu finden.

Seit Ende Oktober ist der Spielbetrieb in der Dritten Liga vom Deutschen Handballbund (DHB) ausgesetzt. Wann es wieder losgeht, ist ungewiss. Es gibt immerhin Pläne, wie es weitergehen könnte. Drittligist TSG Haßloch hat indes die personellen Weichen für die nächste Saison gestellt. In der Schwebe ist allein die Zukunft von Dennis Gregori.

Noch ist der Spielbetrieb in der Dritten Liga der Handballer ausgesetzt. Der Deutsche Handballbund (DHB) visiert eine Fortsetzung des Spielbetriebs nach dem 28. Februar an, informiert Thomas Müller, Trainer sowie Sportlicher Leiter der TSG Haßloch, über eine Videokonferenz mit Vertretern der Dritten Ligen und des DHB. Aber dieser Termin scheint keinesfalls in der Corona-Pandemie einzuhalten zu sein. Das liegt nicht nur am aktuellen Geschehen um das sich weiterhin ausbreitende Virus. Der härtere Lockdown hat bisher für keine spürbaren Verbesserungen gesorgt. Die Folge: Ein Teil der Drittligisten bleibt seit Wochen vom Trainingsbetrieb wegen behördlicher Anordnungen ausgeschlossen. Dementsprechend wird es einen Neustart auch Anfang März nicht geben.

„Eine Mannschaft, die bisher zwei oder gar drei Monate nicht trainieren konnte, kann unmöglich Anfang März in den Spielbetrieb zurückkehren“, sagt Thomas Müller mit Blick auf die Verletzungsanfälligkeit untrainierter Sportler. In besagter Videokonferenz hielten die Verbandsverantwortlichen einen Re-Start im März noch für realistisch, mussten aber laut Müller im Laufe des intensiven Dialogs erkennen, dass dies derzeit nicht durchzusetzen ist.

Zwei Staffelarten

Was ist die Alternative, um ansatzweise zurückkehren zu können? Derzeit gibt es Überlegungen, dass Mannschaften die Saison 2020/2021 auf freiwilliger Basis fortsetzen. Es stehen dann zwei Staffelarten zur Debatte: für die Mannschaften, die aufsteigen wollen und die Lizenz für die Zweite Bundesliga fristgerecht beantragt haben. Und dann die sogenannte DHB-Pokal-Staffeln für die Teams, die sich für den Pokalwettbewerb qualifizieren wollen. Die Staffeln werden in kleinere, lokale Gruppen neu eingeteilt. Damit soll sichergestellt werden, dass mögliche Aufsteiger für die Zweite Liga und Teilnehmer für den DHB-Pokal da sind. Im Gegenzug soll es erneut keine Absteiger geben. Der geplante Rundenbetrieb soll Ende Mai abgeschlossen werden.

Auch für die Saison 2021/2022 gibt es bereits Überlegungen: Denkbar sind Staffeln mit zehn bis zwölf Mannschaften. Am Ende könnte sich eine Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde anschließen. „Dies wäre eine durchaus denkbare Möglichkeit, eine ordentliche Saison ebenfalls unter lokalen Gesichtspunkten zu spielen“, sagt Müller. Lediglich der geplante Saisonstart 2021/2022 in der ersten Augustwoche stieß auf Widerstand und wird innerhalb einer Vereinsbefragung nochmals neu festgelegt.

Tests vor jedem Spiel

Unumstritten ist allerdings die zwingende Covid-19-Testung vor Spielen. Ein konkretes Testprogramm soll noch zusätzlich ausgearbeitet werden. Die Handballer der TSG Haßloch werden trotz der noch unklaren Zukunft zum Spielbetrieb 2020/2021 das Training zweimal in der Woche sowie die vorgesehenen Schnelltests fortsetzen. „Solange wir nicht wissen, wie es weitergehen wird, ergibt ein Training drei- oder viermal in der Woche, wie es der eine oder andere Verein bereits praktiziert, keinen Sinn“, sagt Müller. Stattdessen sind die Personalplanungen für die nächste Spielzeit sehr weit fortgeschritten. Mit allen Spielern ist bereits gesprochen und eine weitere Zusammenarbeit vereinbart worden. „Die einzige Personalie, die derzeit noch unklar ist, ist Dennis Gregori, der nach seinem Studium auf Arbeitsplatzsuche ist“, teilt Müller mit.

Gregoris Zukunft ungewiss

Dennis Gregori sucht einen Masterarbeitsplatz oder eine Ingenieursstelle. In Kaiserslautern habe er Maschinenbau mit Schwerpunkt Informatik studiert, erzählt der Rechtsaußen, der „bestimmt seit acht oder neun Jahren“ bei der TSG spielt. In seinem letzten A-Jugend-Jahr sei er von den VTV Mundenheim nach Haßloch gewechselt. Und er will nicht unbedingt die TSG verlassen. „Mein Fokus liegt auf der Arbeit“, betont er aber. Im Idealfall fände er „hier in der Umgebung“ eine Stelle und stehe als Backup, „wenn sich jemand verletzt“, der TSG zur Verfügung.

Ob es bei einem möglichen Abgang des Linkshänders zu einer weiteren Verpflichtung kommen wird, lässt Müller offen und sieht auch keinen Zeitdruck. Mit Maximilian Zech und Aurel Albert stehen ohnehin zwei weitere Akteure für die Rechtsaußen-Position im Kader. Die Trainerfrage stelle sich ebenfalls nicht. Es gebe keine Änderung, da er, so Müller, sein Engagement an der Seitenlinie mit Cotrainer Frank Herbert fortsetze.

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