Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Neustadter Theo Sommer spielt mit Rhein-Neckar Löwen um deutsche U17-Meisterschaft

Linkshänder Theo Sommer ist Schüler des Neustadter Leibniz-Gymnasiums.
Linkshänder Theo Sommer ist Schüler des Neustadter Leibniz-Gymnasiums.

Die U17 der Rhein-Neckar Löwen steht im Final Four, die Runde der letzten Vier um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft. Im Junglöwen-Team sind mit Theo Sommer und Marc Riffelmacher zwei Talente aus der Region. Sommer ist der Zweitjüngste.

Mit einem furiosen 35:23 (16:11)-Sieg im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft der männlichen Handball-B-Jugend (Jahrgang 2004/2005) überrollten die jungen Rhein-Neckar Löwen den SC DHfK Leipzig. Damit sind die Junglöwen ins Final-Four-Turnier am 12. und 13. Juni in Dormagen eingezogen.

Mittendrin im Talentensemble des Bundesliga-Nachwuchses aus Kronau/Östringen tummeln sich zwei Pfälzer: Marc Riffelmacher und Theo Sommer, die beiden Youngster der U17-Löwen. Jetzt dürfen die Talente auf ihre erste DM-Medaille hoffen. Nur noch einen Sieg benötigen sie, um im Finale zu stehen.

Riffelmacher aus Schifferstadt

Der Schifferstadter Marc Riffelmacher, Jahrgang 2006, wechselte in der Saison 2019/2020 von der HSG Dudenhofen/Schifferstadt zu den Junglöwen. Obwohl der sprunggewaltige Rechtshänder in der nunmehr zu Ende gehenden Saison noch in der C-Jugend hätte auflaufen können, hat er bereits den Sprung in die B-Jugend der Junglöwen geschafft.

Dort hat er als Linksaußen mit Jugendnationalspieler David Moré einen Ausnahmekönner als Positionspartner, von dem er sich im Training jede Menge Tricks und Kniffe abschauen kann. „Ich habe diesen Schritt gewählt. Ich habe ihn auch nicht bereut, auch wenn der Aufwand deutlich höher ist“, sagt Riffelmacher, der einst von Petra Kolb in einer Handball-AG entdeckt worden ist.

Sommer aus Neustadt

Zweitjüngster in der U17-Mannschaft der Junglöwen ist der in Königsbach lebende Theo Sommer, der im November 16 Jahre alt wird und somit auch in der kommenden Spielzeit noch in der B-Jugend auflaufen darf. Über die TSG Haßloch, bei der er bis zur D-Jugend gespielt hat, und nach zwei erfolgreichen C-Jugend-Jahren bei den Jungbibern des TV Hochdorf folgte der spielstarke Linkshänder zu Beginn der Saison 2020/2021 dem Ruf der Rhein-Neckar Löwen. Dort agiert der Schüler des Neustadter Leibniz-Gymnasiums im rechten Rückraum. Theo Sommer hat es auf Anhieb in die Startformation der Gelbhemden geschafft. „Dass es bei mir so schnell ging, damit konnte ich nicht rechnen. Und jetzt stehen wir im Final Four, das ist schon ein kleiner Traum“, sagt Sommer, der an einer Sichtung in Warendorf zur Bildung des U16-Nationalteams teilgenommen hat.

Nur K.-o.-Spiele

Die beiden Jungs sind mehr als glücklich, dass sie nach endlosen Wochen ohne Spielbetrieb für ihren Trainingseifer belohnt wurden. Der Deutsche Handballbund (DHB) möchte trotz der Beeinträchtigungen in der Corona-Pandemie in der Saison 2020/2021 auch in der B-Jugend einen deutschen Meister küren. Deshalb haben die Jungs in den vergangenen Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, sich individuell auf die Spiele vorzubereiten. Denn einen Ausrutscher durften sie sich nicht erlauben – auf dem Weg zum Titel gibt es aufgrund der knappen Zeit nur K.-o.-Spiele.

Vor dem hochgehandelten SC DHfK Leipzig im Viertelfinale hatten die Junglöwen zuvor im Achtelfinale den bayerischen Meister DJK Rimpar mühelos mit 31:20 (14:9) aus dem Weg geräumt. Im Halbfinale treffen Marc Riffelmacher und Theo Sommer mit ihrer Mannschaft auf den Nachwuchs des hessischen Bundesligisten MT Melsungen. Der hat in der Runde zuvor den einzigen rheinland-pfälzischen Vertreter, den TV Nieder-Olm, aus dem Rennen geworfen. Im möglichen Finale um den Titel heißt der Gegner Füchse Berlin oder TSV Bayer Dormagen, Gastgeber des Final Four.

Nächste Saison nochmals in B-Jugend

Damit bestreiten dieselben vier Vereine die U17-Endrunde, die in dieser Saison auch die U19-Meisterschaft unter sich ausmachen. Für die beiden Pfälzer ginge mit dem Titelgewinn ein erster großer Traum in Erfüllung. Auch würden sie für ihren Trainingsfleiß und die unzähligen Stunden der Pendelei zwischen Vorderpfalz und den Trainingsstätten in Kronau und Östringen belohnt.

Und selbst für den Fall, dass es nicht klappen sollte: In einem Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zu stehen, ist bereits ein Erfolg. Dank ihres jungen Alters dürfen sie in der nächsten Saison nochmals in der B-Jugend spielen.

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