Flensburg-Handewitt
Handball: Königsbacher Theo Sommer ins Nationalteam berufen
Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft mit der männlichen A-Jugend gegen den Seriensieger Füchse Berlin sind die Rhein-Neckar Löwen dabei, die Saison 2021/2022 vollends zu vergolden. Denn auch die B-Jugend spielt aktuell um den Titel und hat am Pfingstsonntag im Final-Hinspiel bei der SG Flensburg-Handewitt mit 32:28 (15:12) gesiegt. Zu den auffälligsten Akteuren im ersten DM-Finale zählte Theo Sommer aus Königsbach.
Der Neustadter steuerte im Hinspiel sechs Treffer bei. Die Meisterschale wird am Samstag (19 Uhr) nach dem Rückspiel in der Östringer Stadthalle vergeben.
Mit Fehlstart
Vor 1050 Zuschauern in der Handewitter Wilking-Halle sahen sich die Junglöwen einem hoch motivierten Gegner gegenüber, der sich vor heimischer Kulisse eine gute Ausgangsposition im Titelrennen erspielen wollte. Doch trotz eines klassischen Fehlstarts – nach nicht einmal fünf Minuten stand es bereits 5:2 für Gastgeber – behielten die Badener einen kühlen Kopf, kämpften sich zurück ins Spiel und gingen ihrerseits erstmals in Front (22.). Eine Führung, die sie bis zum Ende nicht mehr abgeben sollten.
Mit einem Vier-Tore-Polster haben sich die Junglöwen eine gute Ausgangsposition erkämpft, die sie am Samstag veredeln möchten. „Die SG hat gezeigt, dass sie ein brandgefährlicher Gegner ist, der über einen schlagkräftigen Rückraum verfügt“, sagte Löwen-Trainer Tobias Scholtes. „Nach unserem monsterschweren Gang ins Finale wollen wir uns jetzt aber mit aller Macht belohnen. Ich bin mir ganz sicher, dass meine Jungs auch den letzten, entscheidenden Schritt erfolgreich gehen werden“, so der zuversichtliche Scholtes.
Schwerer Weg ins Finale
Der Weg in die beiden Endspiele um die nationale Meisterschaft hätte für die U17 der Rhein-Neckar Löwen beschwerlicher nicht sein können: Denn der amtierende deutsche Vizemeister hatte es in den bisherigen K.-o.-Spielen mit genau denjenigen Vereinen zu tun gehabt, die vor Jahresfrist zusammen mit den Badenern im Final-Four-Turnier um den Titel gespielt hatten. Im Achtelfinale setzten sich die Junglöwen gegen den hessischen Meister mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, die Nummer vier des Vorjahres, durch. Im Viertelfinale wurde mit zwei Siegen der noch amtierende Titelträger Füchse Berlin aus dem Wettbewerb geworfen. Und im hoch dramatischen Halbfinale musste mit dem TSV Bayer Dormagen die Nummer drei der Vorsaison die Segel gegen den Löwen-Nachwuchs streichen.
Am Samstag dürfen nun zwei Pfälzer darauf hoffen, dass der große Wurf gelingt und sie ihre Silbermedaille des Vorjahres gegen eine goldene eintauschen: mit Mark Riffelmacher aus Schifferstadt und Theo Sommer aus Neustadt haben die Junglöwen zwei Leistungsträger in ihren Reihen, die in der Vorderpfalz bei der HSG Dudenhofen-Schifferstadt als auch beim TV Hochdorf das Handballspielen gelernt haben und jetzt vor dem größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere stehen. Auch dem Deutschen Handball-Bund sind die Leistungen der beiden nicht entgangen. Als Belohnung gab es für Riffelmacher die Berufung in die Nationalmannschaft des Jahrgangs 2006 und für Sommer des Jahrgangs 2005.