Hassloch
Handball: Freundschaftsspiele zwischen TSG Haßloch und TuS Dansenberg
Noch ist vieles unklar. Zumindest aus Sicht des Handball-Drittligisten TSG Haßloch. Eines ist aber sicher: Die Bären werden auch in der nächsten Spielzeit 2021/2022 weiterhin in der Dritten Liga am Ball sein. Denn der Vorstand des Deutschen Handballbundes (DHB) hat darüber entschieden, dass es in Folge der Corona-Pandemie wegen des seit November ausgesetzten Spielbetriebs auch in der laufenden Spielzeit keinen Absteiger geben wird. Im Umlaufverfahren beschloss das Gremium, die Mannschaftszahlen für die Saison 2021/2022 auf einen später noch festzulegenden Wert zu erhöhen. Doch plant der Dachverband eine Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga und eine Spielrunde mit der Aussicht auf die Teilnahme am DHB-Pokal.
Während der TuS 04 Dansenberg als einzige pfälzische Mannschaft Ambitionen auf den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse angemeldet hat, ist dies für die Bären kein Thema. Insgesamt 14 Vereine haben Interesse, in Liga zwei aufzusteigen.
Für Haßloch könnte die Spielrunde mit Aussicht auf einen Platz im Wettbewerb um den DHB-Pokal eine Alternative sein. „Für uns ist zunächst wichtig, wann die nächste Spielzeit beginnen wird. Denn einen Spielbetrieb mit der Pokalrunde in den Juni hinein, das wollen wir nicht“, sagt TSG-Trainer Thomas Müller. Deshalb steht er mit den Drittliga-Vereinen in der Pfalz und in Baden im ständigen Austausch hinsichtlich deren Ambitionen. „Fakt ist, wir wollen alle noch einige Spiele machen. Und das gleich ab Anfang April und keinesfalls später“, ergänzt Müller.
Deshalb macht er seine Meldung für die DHB-Pokalrunde auch davon abhängig, welchen Modus der DHB hierfür plant. Mitte März soll die nächste Videokonferenz mit der Spielleitung erfolgen. Bisher haben aus dem pfälzisch-badischen Raum nur die Drittligisten SG Leutershausen und die HG Oftersheim/Schwetzingen sowie der SV 64 Zweibrücken die Zusage für die Pokalrunde gegeben. Der TVG Großsachsen und die Rhein-Neckar Löwen II favorisieren eher eine „Runde der Freundschaftsspiele“. Auch dem ist Trainer Müller nicht abgeneigt und steht diesbezüglich mit dem pfälzischen Nachbarn in Kontakt. Denn sein Hochdorfer Trainerkollege Björn Friedrich favorisiert sogar ein Saisonende Mitte Mai, um einen Monat später mit der Saisonvorbereitung für die nächste Spielzeit zu beginnen.
Eine Möglichkeit, die auch Müller gefällt. „Warum dann nicht eine Runde mit Großsachsen, Rhein-Neckar Löwen II, Hochdorf und uns?“, warf er in die Runde. Sollte der DHB eine Pokalrunde mit jeweils fünf oder sechs Mannschaften in einer Gruppe als Modus wählen, sei man aber auch nicht abgeneigt, daran teilzunehmen. Es ist noch ein Hin und Her, das den Vereinen keine Planungssicherheit verschafft. Dabei hatte der DHB ursprünglich sogar einen Saisonneustart für März geplant. Somit verzögert sich der Spielbetrieb weiterhin.
Davon lässt sich Müller nicht mehr beeindrucken, denn er hat jetzt schon die ersten beiden Freundschaftsspiele terminiert: Am 20. März, 17 Uhr, gastiert TuS 04 Dansenberg in Haßloch. Am 27. März, 16 Uhr, sind die Bären in der Sporthalle in Dansenberg zu Gast. „Da wäre für uns ideal, wenn dann eine Woche später ein Spielbetrieb, sei es die Pokal- oder die Freundschaftsrunde starten könnte“, überlegt Müller. Knackpunkt bleibt für ihn der Saisonstart für die Spielzeit 2021/2022. „Um eine vernünftige Saisonvorbereitung durchzuführen, sollte der Spielbetrieb Ende Mai enden“, betont der TSG-Coach.