Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Frauen der TSG Haßloch kontern zum nächsten Sieg

Rechtsaußen Flora Schilling steuerte sechs Tore zum TSG-Sieg bei.
Rechtsaußen Flora Schilling steuerte sechs Tore zum TSG-Sieg bei.

Die Pfalzliga-Handballerinnen der TSG Haßloch feierten erneut einen Heimsieg mit über 40 Treffern im TSG-Sportzentrum. Dabei mussten sie früh ohne ihre Torfrau Antje Wilde auskommen. Ihr Ersatz zeigte gute Paraden.

Mit 43:15 (18:8) schickte die Mannschaft von Trainer Peter Motz die FSG Neuhofen/Waldsee nach Hause. Doch nicht immer klappte alles. Schrittfehler, Fehlwürfe und auch ein paar Fehlpässe sowie Fangfehler gab es auf TSG-Seite. „Wir wollen zu schnell zu viel“, meinte Peter Motz später. „Es ist auch sehr verlockend, weil wir immer mit hohem Tempo kommen.“ Manchmal sei aber auch Geduld gefragt.

Rote Karte für Wilde

Und dann musste der Gastgeber ab der elften Minuten auch noch auf seine Torfrau Antje Wilde verzichten. Bei einem Gästekonter eilte sie aus dem Torraum heraus, um den Ball abzufangen. Dabei prallte sie mit einer Gästespielerin zusammen. Schiedsrichter Andreas Tigl zeigte ihr die Rote Karte. „Legitim“, meinte Motz dazu. „Der Torwart darf außerhalb der sechs Meter keinen Gegenspieler berühren.“ So kam Leonie Kripp zu ihrem Einsatz im Tor. „Ich war am Anfang total nervös“, verriet die 23-Jährige später. Im vergangenen Jahr war dem Rechtsaußen ein Kreuzband gerissen. Peter Motz habe sie später gefragt, ob sie sich vorstellen könne, ins Tor zu gehen.

Sie wagte es, obwohl sie nur 1,61 Meter groß ist. Beim Kicken in der Freizeit habe sie nur mal das Tor gehütet, erzählte sie. Jetzt gegen die FSG parierte sie den Wurf von Linksaußen Chantalita Akinyi (34.), aus der Rückraum-Mitte von Nadine Fischer (42.) ebenso wie Würfe der Linkshänderin Lena Bringsken (53., 56., 59.). Der Einsatz von Kripp sei „so nicht geplant gewesen – aber Leonie hat’s super gemacht“, sagte Motz.

Aufmerksame Abwehr

Vor allem war die TSG-Abwehr Garant für den klaren Sieg – meist agierte Lucie Krein vor der Defensive und drängte den Gast zu Fehlern. Ein ums andere Mal eroberten die Haßlocherinnen hier den Ball und konterten zum nächsten Tor. Alleine nach der Pause gelangen der TSG so zehn Treffer gegen einen Gast, dem immer öfter Fehler unterliefen. Spektakulär das letzte Tor: Fast von der Torauslinie aus überlistete Linksaußen Nathalie Jakob Torfrau Carolin Claus mit einem Heber und erntete dafür viel Applaus.

So spielten sie

TSG Haßloch: Wilde, Kripp (ab 11.); Flora Schilling (6), Jakob (9); Glaser (8), Krein (8/3); Spieß (2); Lena Motz (4), Lisa Motz (5), Marlena Schilling (1).

Spielfilm: 2:2 (5.), 7:2 (10.), 13:3 (19.), 18:8 (30.), 21:9 (34.), 38:13 (56.), 43:15 (60.). Beste Spielerinnen: Kripp, Jakob, Flora Schilling – Claus, Bringsken; Siebenmeter: 3/3 - 2/1; Zeitstrafen: 2/1; Rote Karte: Wilde (11.); Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Tigl (TG Oggersheim).

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