Hassloch
Handball: Drittligist TSG Haßloch empfängt Kornwestheim
Seine Zeit bei den Bären hatte sich Florian Pfaffmann ein wenig anders vorgestellt. Der 28 Jahre alte Familienvater macht keinen Hehl daraus. „Ich hätte in den zwei Spielzeiten gerne öfters gespielt“, sagt der Südpfälzer, der am Saisonende wieder zu seinem Heimatverein nach Offenbach zurückkehren wird. Für ihn kommt Marco Bitz von der SG Nußloch nach Haßloch. „Mir war schon klar, als ich vor zwei Jahren hierherkam, dass ich weniger spielen werde. Aber dass ich fast nicht spiele, damit hatte ich nicht gerechnet“, erzählt der Torhüter.
Pfaffmann hat die Situation angenommen, hängt sich im Training weiterhin voll rein und hofft auf weitere Spieleinsätze zum Ende der Saison. Dabei ordnet er seinen eigenen Ambitionen zugunsten der Mannschaft unter. „Wichtig ist jetzt, dass wir als Mannschaft noch drei Spiele gewinnen und vorzeitig den Klassenerhalt sichern“, betont Pfaffmann. Die nächsten beiden Zähler sollen schon am kommenden Samstag gegen den SV Kornwestheim (19.30 Uhr, TSG-Sportzentrum) folgen. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, erinnert Pfaffmann noch an das Hinspiel, als die TSG Haßloch nach einer starken ersten Spielhälfte im zweiten Abschnitt völlig aus dem Rhythmus gekommen war. „Das Schöne ist, dass wir derzeit einen Lauf haben und wir alle richtig Lust haben, diese Serie fortzusetzen“, erzählt der TSG-Tormann. Dass es in der ersten Saisonhälfte bei der Mannschaft nicht ganz so wie erwartet gelaufen ist, lag aus seiner Sicht einfach daran, dass immer wieder Spieler verletzt gefehlt hatten und so manche Entscheidung der Unparteiischen gegen seine Mannschaft gefallen war. Und das Team habe nicht konstant seine Leistungen erzielt. Das sei jetzt anders. „Wir wollen diesen Schwung einfach mitnehmen und in den kommenden fünf Heim- und drei Auswärtsspielen so viele Punkte wie möglich holen. Die Mannschaft hat einfach das Potenzial für die Dritte Liga“, sagt Pfaffmann.
Hoffen auf längere Einsatzzeiten
Dabei hat er seine Hoffnung nicht aufgegeben, mit dem vorzeitigen Ligaverbleib noch zu längeren Einsatzzeiten zu kommen. „Schlingel und ich verstehen uns sehr gut, er ist in einer guten Form und bringt eben aus der Dritten Liga mehr Erfahrung als ich mit“, sagt Pfaffmann über seinen Team- und Torkollegen Daniel Schlingmann. Nun wird er künftig eine Klasse tiefer am Ball sein. „Ich bin mit meiner eigenen Leistung keinesfalls zufrieden. Und um besser zu werden, muss ich einfach spielen. In Offenbach stehen meine Chancen hierzu nicht schlecht“, sagt Pfaffmann. Er sieht seine Worte keinesfalls als Kritik, sondern vielmehr als Ansporn, alles zu geben, um sportlich nochmals einen Schritt nach vorne zu machen. „Ich will einfach Spaß am Handball haben. Und das kann ich nur haben, wenn ich auch spiele.“
Noch denkt er nicht an die nächste Saison. „Dafür fühle ich mich in Haßloch sehr wohl, denn wir haben eine tolle Truppe“, erzählt der Südpfälzer. Er ist trotz seines feststehenden Abgangs neugierig, wer künftig das Traineramt bei den Bären übernehmen wird. „Eigentlich müsse es mich nicht interessieren, aber vielleicht verpasse ich dann eine Chance“, meint er augenzwinkernd.