Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch bleibt ungeschlagen

Kevin Seelos, hier im Mai gegen Essen, war gegen Waldbüttelbrunn kaum zu stoppen.
Kevin Seelos, hier im Mai gegen Essen, war gegen Waldbüttelbrunn kaum zu stoppen.

Die Mannschaft des Trainerduos Andreas Reckenthäler und Philipp Rogawski, Handball-Drittligist TSG Haßloch, setzte mit einem 36:25 (19:12)-Sieg gegen die DJK Waldbüttelbrunn ihre Erfolgsserie fort. Jetzt wartet auf die TSG das Derby bei der HSG Friesenheim-Hochdorf.

Handball-Drittligist TSG Haßloch bleibt mit 6:0 Zählern ungeschlagen. Ein Spieler musste diesmal lange warten, aber in den letzten zehn Minuten durfte Nils Knöringer ran. Das TSG-Eigengewächs nutzte seine Chance. Kaum war der 18-Jährige auf dem Feld, erkannte er beim zweiten Ballkontakt die Lücke auf der linken Außenbahn und traf per Sprungwurf zum 33:22 für die Bären. Sen erster Treffer in seinem dritten Kurzeinsatz. Der Abiturient schrie seine ganze Freude heraus: „Das war schon etwas Besonderes.“ Zuvor war er noch an Moritz Leikauf gescheitert. Deshalb ließ er sich auch den letzten Siebenmeter nicht nehmen. Knöringer hat schon als Fünfjähriger bei Spielen von Kevin Seelos zugeschaut. Diesmal war es nicht sicher, ob Seelos, das TSG-Urgestein, auflaufen würde. Den 34-jährigen plagten erneut Rückenschmerzen. Er zeigte erst nach der Behandlung bei Physiotherapeut Ralf Ameis und dem Aufwärmprogramm den Daumen nach oben. Seelos traf fast nach Belieben. Im Duell eins gegen eins war er nicht zu stoppen.

Die TSG-Abwehr stand stabil. Die Bären setzten auf ihr Tempospiel. Daran hatte Moritz Mangold im Haßlocher Tor großen Anteil. Der 24-Jährige, der zunächst den Vorzug vor Marco Bitz erhielt, zeigte seine Klasse mit einigen Paraden. „Wir sind bei der TSG ein gutes Torwarttrio. Es ist es egal, wer von uns anfängt. Es war das erste Mal in Haßloch, dass ich beginnen durfte“, sagte der Student fürs Lehramt an Gymnasien.

Kaum eine Schwächephase

Der Aufsteiger um Exnationalspieler Benjamin Herth fand kaum eine Möglichkeit vor dem Haßlocher Tor. „Die erste Hälfte war einfach super, wir hatten kaum eine Schwächephase“, sagte Seelos. „Gegen einen Aufsteiger war aber auch der Sieg Pflicht.“ Das sah auch Routinier Jan Triebskorn so, der das Tempospiel forcierte. Darauf hatten die Gäste aus der Nähe von Würzburg kaum eine Antwort. „Wir haben unser Spiel gnadenlos durchgezogen, was uns in den ersten beiden Spielen nicht so gelungen ist“, meinte Triebskorn. „Bei allem Respekt vor dem Gegner, er hatte keine Torwartleistung.“

Haßloch war nie zu bremsen. Bereits in der 35. Minute, als Seelos zum 23:13 traf, war die Vorentscheidung gefallen. Da durfte sich Trainer Andreas Reckenthäler etwas zurücklehnen: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich hatte großen Respekt vor dem Gegner. Jetzt bin ich glücklich, dass wir mit 6:0 Punkten da stehen. Die Trainingswoche war mit den vielen Ausfällen nicht optimal.“ Die Saison werde noch schwer genug, „trotzdem wollen wir weiter auf dieser Erfolgswelle reiten“, so Triebskorn. Er macht aus seiner Vorfreude aufs Derby bei der HSG Friesenheim-Hochdorf kein Geheimnis.

So spielten sie

TSG Haßloch: Mangold (1.-26.), Bitz (27.-50.), Modzinski (51.-60.) - Seelos (8), Götz (2), Triebskorn (6) – Konstantin Herbert (2), Zech (3) – Messerschmidt (6) – Hannes (7/5), Gregori, Kern, Knöringer (2/1).

Spielfilm: 4:1 (8.), 7:3 (12.)11:5 (18.), 14:8 (23.), 15:11 (26.), 19:12 (30.), 23:13 (35.), 27:17 (46.), 30:19 (50.), 35:23 (58.), 36:25 (60.); Siebenmeter: 6/6 – 4/3; Zeitstrafen: 5/5; beste Spieler: Seelos, Triebskorn, Messerschmidt – Wenzel, Kwiatkowski; Zuschauer: 400; Schiedsrichter: Staszak/Walter (Schmelz/Karlsruhe).

x