Neustadt
Handball: Drittligist Haßloch unterliegt Dansenberg im Pfalzderby
Diesmal gab es im Derby gegen TuS Dansenberg keine Punkte für die TSG Haßloch. Das Team von Trainer Job scheiterte am TuS-Torhüter Kevin Klier. Aber der TSG-Auftritt macht Mut für die nächsten Partien.
Hassloch. Nach dem Abpfiff nahm Kevin Klier seinen früheren Kollegen Denni Djozic in die Arme. Es war eine freundschaftliche Geste, denn der Keeper der Westpfälzer und Djozic trugen einst das Trikot des Handball-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen. Diesmal standen sie sich beim 26:22 (13:11)-Erfolg der Dansenberger mehrmals gegenüber. Und immer wieder brillierte Klier bei den TSG-Abschlüssen. Die Hausherren, die in der Anfangsphase – auch durch einige fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen – ins Hintertreffen gerieten, waren keinesfalls chancenlos. Die Einstellung stimmte, und so führte Elvijs Borodovkis nach dem 1:4-Rückstand seine Sieben noch zum 5:5 (15.). Es war dann die Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe.
Zwar geriet die Job-Sieben immer wieder in Rückstand, aber sie blieb dran, obwohl sie in Hälfte eins gleich fünf Zeitstrafen zu verkraften hatte. „Die Zeitstrafen haben uns in der Deckung aus dem Spiel geworfen“, kritisierte Thomas Müller, der Sportliche Leiter, die Entscheidungen der Unparteiischen. Auch Kapitän Kevin Seelos, der immer noch nicht von seinem Bänderriss vollständig genesen ist, schüttelte ratlos den Kopf. Haßloch wollte diesmal unbedingt den Sieg. So agierten die TSG in der Defensive, hart, aber fair und bereitete den Westpfälzern manche Probleme. „Die Mannschaft hat sehr vieles richtig gemacht. Man hat gespürt, dass wir den Sieg wollten“, meinte Trainer Job.
Beide Torhüter im Mittelpunkt
Nur Jan Claussen, der in Deidesheim lebende Rückraumspieler zeigte im Team der Westpfälzer, Klasse. Dagegen blieben Nikola Jankovic und Robin Egelhof im TuS-Rückraum hinter ihren Möglichkeiten. Haßloch fand dennoch immer wieder die Lücken, die Partie blieb über weite Strecken ausgeglichen. Im Mittelpunkt standen meist die beiden Torhüter Daniel Schlingmann und Kevin Klier.
Das Publikum stand hinter der TSG-Mannschaft. Tobias Job hatte mit Florian Kern eine personelle Alternative im Rückraum aufgeboten. Kern bereicherte das Spiel. Die TSG ließ keine taktische Möglichkeit aus, teilweise agierte Haßloch auch mit zwei Kreisläufern. Es brachte nur nicht viel.
Nils Röller scheitert an Klier
Beim 19:21 hielt Klier gegen Djozic und gegen Stefan Job. Auch TSG-Keeper Daniel Schlingmann bewies Klasse, als er Würfe von Sebastian Bösing und Jan Claussen hielt. Haßloch blieb dran, aber spätestens als Junioren-Nationalspieler Nils Röller mit einem Gegenstoß an Klier ebenfalls scheiterte, war die Partie gelaufen.
Das wurmte Job: „Es ist ärgerlich, dass wir in dieser entscheidende Phase unsere Chancen liegen lassen und zu viele Fehler machen. Ein Gegner wie Dansenberg bestraft eben solche Fehler.“ Es war eine vermeidbare Niederlage. Die TSG benötigt dringend Punkte, um nicht noch weiter in den Abstiegskampf zu rutschen. Es gab aber auch Positives: Mit Florian Kern hat Job eine weitere Alternative für den Rückraum nach dem Fehlen von Zeller und Hartstern gefunden.
So spielten sie
TSG Haßloch: Schlingmann – Seelos (3/2), Götz (3/1), Borodovskis (4) – Djozic (2), Gregori (1) – Job (2) – N. Röller (1), Hannes (2), Kern (3), Muhovec (1), Zech.
TuS 04 Dansenberg: Klier – Claussen (2), Jankovic, Egelhof – Schulze (7), Munzinger (5) – Bösing (2) - Megalooikonomou (2/2), Seitz (4), Serwinski (3/3), Wetz (1), Wilbrandt, Bohm.
Spielfilm: 1:4 (5.), 5:5 (15.), 7:6 (18.), 7:9 (23.), 9:10 (28.), 11:12 (30.) 11:13 (30.), 12:14 (32.) 15:15 (38.), 17:17 (42.), 18:20 (45.), 19:21 (48.), 20:23 (53.), 21:24 (56.), 22:25 (58.), 22:26 (60.) - Zeitstrafen: 3/5 - Siebenmeter: 6/3 – 5/4 - Beste Spieler: Schlingmann, Kern, Job – Schulze, Munzinger, Klier - Zuschauer: 600 - Schiedsrichter: Marchlewitz/Stadtmüller (Seligenstadt/Darmstadt)