Neustadt Großer Spaß vor allem für kleine Leute

Christian Stuhlfauth inspiziert mit seinem Sohn Jona Lischer ein Dienstfahrzeug der Polizei.
Christian Stuhlfauth inspiziert mit seinem Sohn Jona Lischer ein Dienstfahrzeug der Polizei.

Bei einer jungen Familie hat das zumindest teilweise geklappt. „Wir sind extra wegen der Kinder gekommen, die sind ganz fasziniert von Blaulicht, Radlader, Luftballons, den großen Autos und dass sie einsteigen können“, erzählten die Eltern. Zudem gab es Luftballons, so dass die Kinder am Ende zufrieden waren. Einen Abstecher in Geschäfte hat die Familie nicht gemacht, generell kaufe man in Haßloch nur gelegentlich ein. „Wir sind jeden Samstag hier zum Einkaufen. In der RHEINPFALZ haben wir gelesen, dass heute ,Tag der Rettungskräfte’ ist und dass man da Fahrräder codieren lassen kann, deshalb haben wir unsere neuen Räder mitgebracht“, erzählten Georg und Ilona Scherr. Doch der Mann am Stand der Verkehrswacht muss Georg Scherr enttäuschen, der Rahmen seines neues Rads ist für eine Codierung nicht gerade genug. Anders ist es beim Rad seiner Frau, das bekam einen Code, der bei Diebstahl helfen soll. „Wir haben schon bei der Feuerwehr-Jugend einen Crêpes gegessen, um die zu unterstützen“, erzählte Ilona Scherr. „Sonst ist samstags hier weniger los“, versicherte der Erste Beigeordnete Tobias Meyer (CDU), der für Ortsmarketing und damit für den „Tag der Rettungs- und Hilfskräfte“ zuständig ist, angesichts des überschaubaren Betriebs auf dem Rathausplatz. Der „Tag der Rettungskräfte“ solle nicht nur der Belebung des Ortskerns dienen, sondern den beteiligten Organisationen auch die Möglichkeit bieten, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. „Wir zeigen den Leuten, was wir tun, damit sie wissen, dass wir nicht nur Geld kosten“, sagte Jochen Ritter, Gruppenführer bei der Feuerwehr. Gucken würden vor allem junge Familien, schließlich gab es ein Tanklösch-Fahrzeug und ein Einsatzleit-Fahrzeug nicht nur zu sehen, sondern man durfte auch hineinklettern. Noch faszinierender fanden es die meisten Jungen und Mädchen, mit einem Wasserschlauch so lange auf die Fassade eines Spielhäuschens zu spritzen, bis die Fensterklappen aufgehen. „Das macht Spaß“, urteilte der siebenjährige Moritz. Damit genügend Wasser fließt, mussten Mitglieder der Jugendfeuerwehr kräftig pumpen. „Wir wechseln uns ab, bei der Jugendfeuerwehr dürfen wir schon mit richtigen Schläuchen spritzen“, informierte der elfjährige Marcel. Der dreieinhalbjährige Emil war vom Radlader des Technischen Hilfswerks (THW) fasziniert. „Eigentlich wollten wir unseren Kran mitbringen, der ist aber im Einsatz. Vor allem Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern kommen zum Schauen“, erzählte THW-Mann Peter Schäffer. Luftballons gab es auch noch. „Wir sind permanent am Reden“, erzählte Martin Dittmann, Ehrenamtlicher beim Arbeiter-Samariter-Bund. Der war mit einem „Wünschewagen“ da. „Jeder glaubt, dass das ein normaler Krankenwagen ist und wir müssen erklären, was ein Wünschewagen ist“, erläuterte Dittmann, warum er so viel reden musste. Auch beim Roten Kreuz konnte man sich Fahrzeuge anschauen, „aber die Leute haben auch Interesse an unseren Wiederbelebungsgeräten“, versicherte Klaus Fuchs, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins. Ganz klein im Vergleich zu den großen Lkw ist das Fahrzeug am Stand des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (Bads). Es ist auch nicht für kleine, sondern für große Besucher, die sich an das Steuer setzen und mit Hilfe eines Computers so tun konnten, als würden sie betrunken dem Auto fahren. Durch die Lichtverhältnisse werde die Simulation beeinträchtigt, bedauerte Daniel Hofmann vom Bads. „Wir hatten ein paar gute Gespräche, vor allem zwischen 10 und 11 Uhr, da war am meisten los, da gehen die Haßlocher einkaufen“, berichtete Heinz Hussy, Außenstellen-Leiter des Weißen Rings. „Es ist heute zwar mehr Publikum unterwegs, aber wir haben schlechter verkauft, die Leute haben geschimpft, weil sie nicht mit dem Auto direkt an den Rathausplatz fahren können“, erzählten die Betreiber des Eierstands beim Wochenmarkt. „Bei uns war gleich viel los wie an anderen Samstagen“, hieß es am Käse- sowie am Obst- und Gemüsestand.

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