Neustadt Grünes Licht für „Wasser in die Stadt“
Beim Projekt „Wasser in die Stadt“ können jetzt für den ersten Abschnitt die Fördermittel bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) beantragt werden. Der Bauausschuss hat der Vorplanung des Landschaftsarchitektur-Büros Hofmann und Röttgen am Dienstag einhellig zugestimmt.
Ziel des Projektes, das von der Bürgerstiftung Neustadt und dem Lions Club angestoßen wurde, ist es, den Speyerbach durch Wasserflächen und Rinnen „nachzuzeichnen“ und damit wieder erlebbar zu machen. Dabei wird es, wie berichtet, mehrere Abschnitte geben, die vom Juliusplatz bis zum Elwetritsche-Brunnen reichen. Begonnen werden soll mit dem Bereich Laustergasse, da dort die Straßensanierung ansteht. Im Vergleich zu den ersten Entwürfen ist die Linienführung der Wasserrinnen nun etwas weicher und runder geworden, außerdem wurde der Bereich an der Ecke Laustergasse/Marstall erweitert und reicht jetzt bis zum Platz vor dem Elwetritsche-Brunnen. Diese Anregung sei von der ADD gekommen, erläuterte Landschaftsarchitekt Bernd Hofmann. Das Wasser wird hier allerdings nicht mehr weitergeführt, es wird mit einer Erneuerung des Belags lediglich eine optische Anbindung zwischen Laustergasse und Brunnenplatz vorgenommen. Eine weitere Anregung kam aus dem Innenstadtbeirat, der sich am Dienstag kurz vor der Bauausschuss-Sitzung mit dem Projekt beschäftigte: Die Zuläufe der Rinnen könnten, so der Beirat, künstlerisch gestaltet werden. Die Vorplanung soll nun als Basis für Fördermittel bei der ADD eingereicht werden. Dem folgen dann die Ausführungsplanung und die Ausschreibung. Baubeginn für die Straßensanierung, die Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts ist, soll 2018 sein. Das Spielgerät, das in der Vergangenheit zwischen Kriegerdenkmal und Badgasse stand, soll nach Abschluss der Arbeiten wieder an seinen alten Platz kommen. Als zweiter Abschnitt werde dann die Gestaltung am Juliusplatz sowie zwischen Juliusplatz und Ludwigstraße geplant, sagte Hofmann. Der letzte Abschnitt betreffe Marktplatz und Marktgasse. Weiteres Thema im Ausschuss: die Querungshilfe für Radfahrer in der Siebenpfeifferstraße. Nachdem der erste Versuch, eine solche zu installieren, nach massivem Protest schon nach wenigen Tagen wieder abgebaut wurde, wird die „Insel“ jetzt etwas weiter westlich, also Richtung Hambacher Höhe installiert, wie Martina Pauly vom Stadtplanungsamt erklärte. An dieser Stelle könnten zwei Pkw aneinander vorbeifahren, so dass Rechtsabbieger aus Richtung Hambacher Höhe nicht blockiert seien. Dies war beim ersten Standort der Grund für die Kritik, denn die Querungshilfe hatte zu Rückstaus geführt. Auf der südlichen Seite der Siebenpfeifferstraße wird die Öffnung des Radwegs so verlegt, das Radfahrer von der Insel aus gut einfahren können. Die Lösung stieß auch auf Zustimmung des Radverkehrsbeauftragten Arnold Merkel.