Golf RHEINPFALZ Plus Artikel Golfschläger für einen guten Zweck geschwungen

Für einen wohltätigen Zweck: Gisela Stieve (links) brieft die Golferinnen auf der Anlage in Geinsheim. Dann ging es auch schon l
Für einen wohltätigen Zweck: Gisela Stieve (links) brieft die Golferinnen auf der Anlage in Geinsheim. Dann ging es auch schon los. Bis zu einem plötzlichen Ende.

Mit der Pink Ribbon Damentag-Serie werden im Golfclub Pfalz zwei Sporterlebnisse in einem angeboten. Es geht dabei um nichts und doch um viel.

Seit 2014 organisiert die Awareness Deutschland gGmbH eine bundesweite Golfinitiative, die die Brustkrebs-Früherkennung in den Fokus nimmt. Vor drei Jahren stieg der Golfclub Pfalz in die Pink Ribbon-Turnierserie ein. Gisela Stieve war damals Ladies Captain. „Ich hab gesagt: Das ist eine vernünftige Sache“, sagt sie im Gespräch mit der RHEINPFALZ rückblickend.

Schon im ersten Jahr kamen 700 Euro zusammen. „Damals habe ich bereits das Startgeld nach oben gesetzt. Das ist jährlich so weitergegangen“, berichtet Stieve. In diesem Jahr kamen so 1500 Euro zusammen, die für den Charity-Zweck gespendet werden können.

Begeisterung wächst

Vor allem eines gefällt Stieve an der Aktion. „Ich finde es furchtbar wichtig, dass die Organisation auch etwas für die Kinder betroffener Frauen tut und auch für Geschwister von krebskranken Kindern“, zeigt sie auf. Froh ist die ehemalige Ladys-Kapitänin, dass die Pink Ribbon-Turnierserie im Golfclub Pfalz von den Damen so gut und mit wachsender Begeisterung angenommen wird.

27 Teilnehmerinnen hatten sich in diesem Jahr angemeldet. „Die Stimmung war äußerst vergnügt“, bilanziert Stieve. Daran änderte auch das unfreiwillige vorzeitige Ende des Turniers nichts. Ein Gewitter zwang die Damen dazu, zum Clubhaus zurückzukehren. Neun Loch konnten gewertet werden. Am Nachmittag war dann plötzlich früher Schluss.

Topspielerin im Feld

Andrea Kirstgen, ein Neuling auf dem Golfplatz, hatte Spaß beim Pink Ribbon-Damentag. „Ich finde es toll, dass ich durch die Teilnahme den wohltätigen Zweck unterstützen kann“, betont sie. Kirstgen sieht durchaus die Nachhaltigkeit der Veranstaltung. „Wir beschäftigen uns eher mit dem Thema und machen uns Gedanken darüber“, meint sie.

Rein spielerisch betrachtet war es für Kirstgen entspannend, dass das Turnier nicht handicaprelevant war. Genau das sollte mit der Auslegung der Regelung erreicht werden. „Viele Frauen sind sonst zurückhaltende“, weiß Stieve. Gebauchpinselt fühlte sie sich angesichts der Tatsache, dass sich trotz der lockeren Spielform eine Top-Spielerin des Golfclubs unter die Teilnehmerinnen gemischt hatte. „So macht das einfach Spaß“, hebt Stieve hervor.

150 Clubs sind dabei

Golferin Sybille Wempe spricht von einem „sehr schönen, tollen Flight“, den sie beim Turnier erlebte. Die Idee, mit diesem für die Brustkrebsfrüherkennung zu werben und den karitativen Zweck zu fördern, gefällt ihr. „Der Anlass ist wunderbar. Deswegen bin ich mit besonderer Freude rangegangen“, erklärt Wempe. Dazu gehörte auch, Spielerinnen zu treffen, die sie in der Regel nicht so oft sieht.

Was Stieve tief beeindruckt: Im vergangenen Jahr haben über 5000 Golferinnen und Golfer in rund 150 Clubs ein Pink Ribbon Turnier gespielt und damit gezeigt, wie stark die Community ist, wenn es um Zusammenhalt und Verantwortung geht.

Jeden Dienstag Ladies Day

Groß genug blieb der Ehrgeiz während des Turniers. „Ich möchte gut spielen, auch wenn es um nichts geht“, macht Wempe deutlich. Dass der Starkregen sie ausgerechnet an der entferntesten Stelle des Platzes traf, frustrierte die Sportlerin nicht. Die Dusche danach entschädigte.

Der reguläre Ladies Day im Golfclub Pfalz findet jeden Dienstag von April bis Oktober statt. Spiele und Turniere wechseln sich dann ab.

Zur Sache

Weitere Infos: www.pink-charity.de

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