Neustadt / Deidesheim
Fußball: TSV Königsbach empfängt am Sonntag TSG Deidesheim
Wenn der TSV Königsbach am Sonntag, 15 Uhr, in seinem ersten Punktspiel nach der Winterpause den Tabellenzehnten TSG Deidesheim am Hildenbrandseck zum Derby empfängt, wird Carsten Klein noch stiller Beobachter sein. Nach dieser Saison wird er jedoch bei den TSV-Fußballern das Sagen haben, da er dann bei dem noch sieglosen Schlusslicht der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt die Nachfolge des derzeitigen Trainers Peter Ohlinger antritt. „Ich habe großen Respekt vor den Jungs, die trotz der vielen hohen Niederlagen immer noch engagiert bei der Sache sind“, lobt Carsten Klein das Auftreten der aktuellen Königsbacher Elf, die mit nur einem Punkt aus 18 Spielen bei einem Torverhältnis von 6:161 abgeschlagen den letzten Rang belegt. Da er es sich selbst nicht vorstellen könne, ein im Ligaalltag solch chancenloses Team zu betreuen, habe er Hochachtung vor Peter Ohlinger. Diesen kenne er schon sehr lange. Mit ihm habe er in den 1990er-Jahren mit der SG Mußbach in der A-Junioren-Verbandsliga gespielt. „In unseren Heimspielen bekamen wir im Gegensatz zu auswärts keinen Foulelfmeter gegen uns, da auf dem alten Mußbacher Hartplatz niemand fallen wollte“, erinnert er sich schmunzelnd.
Die Verbundenheit mit Ohlinger habe ihn auch zunächst zögern lassen, das Angebot, die Nachfolge seines früheren Mannschaftskameraden anzutreten, anzunehmen. „Erst nachdem mir Peter versichert hatte, dass vorher mit ihm beim TSV besprochen worden sei, einen neuen Trainer zu suchen, habe ich mich dazu bereiterklärt“, stellt der in Haßloch wohnende Anlagenbetreuer klar.
Team soll bis April stehen
Inzwischen ist er intensiv damit beschäftigt, für die nächste Saison in der B-Klasse einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. „Natürlich führe ich auch Gespräche mit den aktuellen Spielern. Wer sich ein Jahr lang in der A-Klasse oft zweistellig abfertigen lässt, hat auch das Recht, danach in der B-Klasse zu spielen, wenn er sich das zutraut“, meint er. Bis April soll die neue Mannschaft stehen. „Dann werden wir auch starke Neuzugänge präsentieren. Es ist jedenfalls mein Ziel, dass wir wieder so erfolgreich werden, dass alle Spieler, die mir absagen, das später bereuen“, sagt er. Wichtig sei auch, dass die A-Junioren der JSG Weinstraße den Aufstieg in die Landesliga schafften und es einen qualitativ guten Unterbau gebe.
Pokern und Fasnacht
Neben Fußball und Arbeit bestimmen drei Dinge sein Leben. Dies sei an erster Stelle seine Familie. „Das funktioniert alles nur, wenn man eine Familie hat, die hinter dem steht, was man macht“, erzählt er. In den vergangenen Wochen habe er viele Fasnachtsveranstaltungen besucht. „Ich mag Fasnacht sehr, da man auch mal in andere Rolle schlüpfen und mit Kumpels viel machen kann“, verrät Klein. Mit Kevin Bappert, dem Trainer des FV Freinsheim II, fahre er beispielsweise gerne am 11.11. zum Karnevalsauftakt nach Köln.
Ein weiteres Hobby sei Pokern. „Ich fahre dazu gerne in Casinos, zurzeit aber aufgrund vieler anderer Termine leider nicht mehr so oft wie früher“, verrät er. Dabei gebe es Parallelen zum Fußball. „Es ist der besondere Nervenkitzel, der entsteht, wenn man nicht viel auf der Hand hat. Als Fußballtrainer geht es einem oft ähnlich.“