Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Martin Steinsdörfers erstes Flutlichtderby in Haßloch

Der Haßlocher A-Junioren-Trainer Martin Steinsdörfer hat vor einem halben Jahr noch zum TuS Altrip gehört.
Der Haßlocher A-Junioren-Trainer Martin Steinsdörfer hat vor einem halben Jahr noch zum TuS Altrip gehört.

Am Freitagabend treffen die A-Junioren der JSG Haßloch und des TSV Königsbach im Landesligaspiel aufeinander. Für Martin Steinsdörfer ist es eine neue Erfahrung als Haßlocher Trainer.

Martin Steinsdörfer, der seit Saisonbeginn als Nachfolger von Ingo Reich den Fußball-A-Junioren-Landesligisten JSG 1. FC 08/VfB Haßloch trainiert, macht am Freitagabend, 19 Uhr, eine neue Erfahrung. Im Heimspiel auf dem Kunstrasenplatz des VfB Haßloch gegen den TSV Königsbach ist der 58-Jährige erstmals an dem Juniorenspiel beteiligt, das seit Beginn der Zusammenarbeit zwischen den beiden Haßlocher Vereinen 1. FC 08 und VfB die meisten Zuschauer bei einem Nachwuchsspiel anlockt.

Gespräch mit Rudingsdorfer

Vor einem halben Jahr war Steinsdörfer im Großdorf noch wenig bekannt. Damals hatte er noch dem Trainerstab des TuS Altrip angehört. Die Haßlocher Mannschaften waren für ihn seinerzeit ganz normale Gegner. Dass er inzwischen für die A-Junioren der JSG zuständig sei, habe Uwe Rudingsdorfer, der Trainer der B-Junioren, eingefädelt. „Uwe stammt wie ich aus Speyer. Er hat mich in der vergangenen Saison darüber informiert, dass die Haßlocher einen neuen Trainer für die A-Junioren suchten“, berichtet Steinsdörfer. Daraufhin habe er Gespräche mit den Haßlocher Jugendleitern Dennis Kindler (VfB) und Torsten Quell (08) geführt. „Der Kontakt mit beiden war sehr angenehm, weshalb ich mich entschied, das Angebot anzunehmen“, erzählt er weiter. Steinsdörfer arbeitet hauptberuflich als Lagerist.

Der Start sei dann aber anders verlaufen als geplant. „Viele Spieler, die zugesagt hatten, haben sich dann doch anders entschieden, was mich sehr geärgert hat“, gesteht er. Besonders frustriert habe ihn ein Torwart. Erst habe er unter ihm spielen wollen, dann habe er gesagt, dass er wechsele. Und schließlich sei er doch wieder da. „Den lasse ich aber nicht spielen, weil ich so etwas nicht toleriere“, zeigt er sich konsequent.

Zu lange an der Playstation

Problematisch seien auch die Auswirkungen der langen coronabedingten Pausen. „Man merkt immer noch, dass da manche lieber vor der Playstation gesessen haben, anstatt sich selbst zu bewegen“, sagt Steinsdörfer über die Fitness einiger Juniorenfußballer. Der Trainer gibt sich als Freund klarer Worte zu erkennen: Das Ergebnis dieser Probleme sei der vorletzte Tabellenplatz. Den nehmen die Haßlocher in der A-Junioren-Landesliga Vorderpfalz seit der 1:2-Niederlage am Dienstagabend bei der JSG Freinsheim/Weisenheim am Sand ein.

„Den Klassenverbleib müssen wir aber unbedingt schaffen, damit die starken Spieler bei Uwe Rudingsdorfers B-Junioren auch in der kommenden Saison in Haßloch in der Landesliga spielen können“, stellt Steinsdörfer klar. Die dafür notwendigen Punkte müsse seine Mannschaft aber voraussichtlich gegen andere Gegner als am Freitag gegen den TSV Königsbach holen. „Die Teams auf den ersten fünf Tabellenplätzen, zu denen der TSV gehört, sind für uns sportlich außer Reichweite“, sagt der Trainer, der selbst seine aktive Zeit als Fußballer beim FV Hanhofen und in Speyer verbracht hat.

Ein besonderes Spiel

Die Königsbacher belegen nach sieben Siegen in Folge mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Knittelsheim Rang zwei und erzielten in ihren bisherigen elf Punktspielen 63 Tore. Der Königsbacher Trainer Marco Stoll freut sich sehr auf das Derby und die Begegnung mit Steinsdörfer. „Martin und ich kennen uns schon sehr lange. Als er noch beim FC Speyer 09 als Jugendtrainer tätig war, haben wir mit den von uns trainierten Mannschaften des Jahrgangs 2003 schon tolle Spiele gegeneinander erlebt“, erzählt der TSV-Coach. Und Begegnungen mit Haßloch machten grundsätzlich immer Spaß. „Für meine Jungs ist das immer etwas Besonderes, da sich viele von der Schule kennen“, ergänzt er. Außerdem gebe es doch kaum etwas Schöneres als ein Flutlichtderby, schwärmt er von dem Abendspiel.

Personell habe er kaum Probleme. „Außer meinem langzeitverletzten Sohn Tim steht mir der gesamte Kader zur Verfügung“, sagt Stoll zufrieden. Er hofft sehr, dass wie im vergangenen Jahr einige Fans seine Mannschaft nach Haßloch begleiten. Fast genau vor einem Jahr, am 19. November 2021, es war ebenfalls ein Freitagabend, gewannen die Königsbacher am Eichelgarten mit 4:2. Beide Haßlocher Treffer kamen dabei durch Eigentore zustande.

Termine

  • Landesliga: SV Viktoria Herxheim - VfB Haßloch (Samstag, 16 Uhr);
  • Bezirksliga: SV Geinsheim - TuS Knittelsheim (Samstag, 14 Uhr), 1. FC 08 Haßloch - ESV Ludwigshafen (Sonntag, 14.45 Uhr);
  • A-Klasse: TuS Maikammer - SG Limburgerhof (Samstag, 17 Uhr), TuS Niederkirchen - SV Weingarten (Sonntag, 14.45 Uhr), SG Edesheim/Roschbach/Hainfeld - TuS Diedesfeld (Sonntag, 15 Uhr), TSG Deidesheim - FSV Schifferstadt II (Sonntag, 15.30 Uhr).
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