Direkt gefragt RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Martin Berac über die Niederlage des 1. FC 08 Haßloch

Martin Berac
Martin Berac

Der bisherige Lieblingsgegner TuS Knittelsheim beendete die kleine Siegesserie des Fußball-Bezirksligisten 1. FC 08 Haßloch: Die Südpfälzer gewannen an der Adam-Stegerwald-Straße mit 3:1. Der Haßlocher Mannschaftskapitän Martin Berac erklärt, wie sein Team trotz einer 1:0-Führung verloren hat.

Herr Berac, Ihre Mannschaft führte mit 1:0. Aber Knittelsheim gelang es, das Spiel zu drehen. Warum?
Nach einer anfänglich guten Partie, in der wir überwiegend Ballbesitz hatten und in Führung gingen, mussten wir innerhalb kurzer Zeit zwei Gegentore hinnehmen. Die Tore gaben Knittelsheim Aufwind und uns etwas Unsicherheit. Knittelsheim war ab dem Moment bis zur Pause zweikampfstärker und gewillter. Nach der Pause sind wir gut ins Spiel gekommen. In dieser Phase ist aber Knittelsheim durch einen individuellen Fehler zum 3:1 gekommen. Wir sind anschließend nicht mehr wirklich zwingend vor das TuS-Tor gekommen.

Am Sonntag müssen Sie beim Tabellendritten VTG Queichhambach antreten. Eine Woche später kommt Spitzenreiter TSG Jockgrim. Befürchten Sie, dass der FC 08 die Qualifikation zur Aufstiegsrunde verpasst?
Die Aufstiegsrunde zu erreichen, liegt allein in unserer Hand. Wir können gegen jede Mannschaft dieser Liga gewinnen, aber auch verlieren. Wenn wir geschlossen als Team mehr als 100 Prozent geben, werden wir Erfolg haben. Legen wir uns weniger ins Zeug, wird es nicht für die Aufstiegsrunde reichen.

Was bedeutet es Ihnen, Mannschaftskapitän zu sein?
Kapitän zu sein, bedeutet auf alle Fälle, eine große Verantwortung zu haben. Vorbild auf und neben dem Platz zu sein, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Persönlich empfinde ich dies als anspruchsvolle, aber angenehme Aufgabe. Ich wachse und reife dabei von Spiel zu Spiel und spüre das Vertrauen von Trainerteam und Mitspielern. Ungeachtet dessen bin ich dabei mein größter Kritiker.

Ist es Ihr Ziel, mit dem FC 08 irgendwann wieder in die Landes- oder sogar Verbandsliga aufzusteigen?
Das Ziel, in eine höhere Spielklasse aufzusteigen, wurde nie thematisiert. Es wäre auch nicht angebracht. Wir sind eine junge Mannschaft mit vielen Spielern, die erst einmal Fuß fassen müssen in dieser sonderbaren Liga. Langfristig ist es unser Ziel, unsere jungen Spieler zu fördern und somit einen gesunden und nachhaltigen Kader zu formen. Wir spielen alle Fußball aus Spaß. Demnach reicht es für unser Team, auch in der nahen Zukunft in der Bezirksliga zu spielen.

Interview: Thomas Dill-Korter

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