Hassloch
Fußball: Königsbacher A-Junioren siegen in Haßloch
„Es war ein für diese Liga sehr laufintensives Spiel“, stellte Haßlochs Trainer Ingo Reich fest. Spitzenreiter TSV Königsbach machte von Beginn an klar, was er beim Tabellenzweiten will: gewinnen. Sobald die Elf von Trainer Bodo Schulz in Ballbesitz war, ging es mit hohem Tempo nach vorne. Philipp Oppermann bediente aus dem Mittelfeld heraus Aaron Hahn auf der linken Seite – dessen Schuss landete am Pfosten. Kurz danach hatte Simon Schreck frei vor Haßlochs Keeper Jan Piotrowski die Chance zur Führung. Doch der Tormann wehrt zur Ecke ab. JSG-Coach Ingo Reich wurde an der Seitenlinie laut: „Jungs, aggressiver da sein, schneller da sein.“ Die Haßlocher wurden schneller. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch zwischen dem Spitzenreiter und dem Verfolger. Marius Anton setzte sich im Strafraum durch, scheiterte aber am TSV-Schlussmann ((20.).
Die Gäste blieben gefährlich, obwohl sie das Tempo etwas runterfuhren: Schrecks Ecke von der rechten Seite nahm Max Stoll in der Luft direkt an. Im Gewühl im Strafraum nutzte Leonardo Brand den Abpraller und staubte zum 1:0 ab (22). Nur zwei Minuten später der Ausgleich: Der Ball kullerte quer durch den Strafraum ins TSV-Tor. Ein Eigentor.
Hahns Tore
Nach der Pause griffen die Gastgeber schon in der Gästehälfte an, gingen das hohe Tempo weiter mit. Das Tor aber schossen die Königsbacher: Während der Haßlocher Marc Sintke in der TSV-Hälfte von einem Krampf gestoppt wurde, brachte Aaron Hahn mit einem 20-Meter-Schuss den TSV mit 2:1 in Führung (62.). Nach einem Freistoß von der linken Seite staubte Hahn nur zehn Minuten später zum 3:1 ab. Und jetzt häuften sich die Muskelkrämpfe auf beiden Seiten. Beim TSV erwischte es Hahn, der Haßlocher Luca Klesse dehnte dessen Bein. Haßlochs Ismael Mastrorocco musste kurz danach gar vom Platz getragen werden. Ebenfalls ein Krampf. Erneut profitiere Haßloch von einem TSV-Eigentor. 2:3 (78.).
Die Haßlocher machten ihrem Unmut Luft nach umstrittenen Entscheidungen des Unparteiischen. „Die Jungs waren frustriert und haben mit dem Schiedsrichter geschimpft“, kritisierte Reich. Die Diskussionen mit Referee Draeger hatten Folgen: Erst erhielt Jannis Glykofrydes eine Zeitstrafe, kurz danach Bastian Malterer. Die Partie hatten kurz zuvor die Gäste entschieden, die besonnen die Partie zu Ende spielten: Von der linken Seite aus erzielte der eingewechselte Jamie Ohlinger das 4:2 (85.).
Hohes Tempo
„Beide Teams haben viele Meter gemacht“, sagte Bodo Schulz zu den vielen Krämpfen. „Solch ein Tempo sieht man selbst bei Männern nicht oft.“ Während seine Spieler laut den „Derbysieg“ auf dem Rasen feierten, blickte Bodo Schulz ein wenig nachdenklich in die Zukunft. Es sei zum wiederholten Mal, „dass wir Tabellenerster sind, aber wegen Corona bleiben wir in der Liga“. Selbst wenn die Saison zu Ende gespielt werden könne, „nutzen uns unsere Punkte nichts“. Am Ende gebe es eine Aufstiegsrunde, „und da wird alles genullt“.