Direkt gefragt RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Aus Haßloch stammender Uwe Wolf Trainer beim VfR Aalen

Uwe Wolf ist seit März Coach des VfR Aalen.
Uwe Wolf ist seit März Coach des VfR Aalen.

Seit dem 24. März ist der aus Haßloch stammende frühere Bundesliga-Fußballer Uwe Wolf (53) nach genau vier Jahren Pause wieder Coach eines Profiteams. Zuletzt hatte er den oberbayerischen Kreisligisten SV Mehring trainiert. Als Nachfolger des beurlaubten Roland Seitz übernahm er beim Regionalligisten VfR Aalen das Traineramt. Im RHEINPFALZ-Gespräch erzählt er von seiner Vision „Wiederaufstieg in die Dritte Liga“.

Herr Wolf, wie kam der Kontakt zu dem früheren Zweitligisten aus der siebtgrößten Stadt Baden-Württembergs zustande?
Giuseppe Lepore, der wie seit zwei Jahren in Aalen auch schon während meines Engagements bei Hessen Kassel Geschäftsführer war, hat sich an mich erinnert und Kontakt mit mir aufgenommen. Natürlich musste ich mich dann noch dem Präsidium und dem Aufsichtsrat vorstellen, bevor es zu meiner Verpflichtung kam.

Was hat Sie überzeugt, beim VfR Aalen zu unterschreiben?
Der VfR Aalen ist ein Traditionsverein mit professionellen Strukturen.

Sie übernahmen Ihre neue Mannschaft als Tabellendreizehnter der in dieser Saison 22 Mannschaften umfassenden Regionalliga Südwest. Was möchten Sie mit dem VfR Aalen erreichen?
In dieser Saison möchten wir zunächst den Klassenverbleib schaffen und danach die Vision „Wiederaufstieg in die Dritte Liga“ angehen.

In Ihrem ersten Spiel als Aalener Trainer erreichten Sie beim Tabellendrittletzten TSV Schott Mainz ein 1:1. Waren Sie mit der Leistung ihrer neuen Mannschaft zufrieden?
In puncto Einsatz- und Laufbereitschaft war ich sehr zufrieden, auch wie das Team in der ersten Hälfte die vorgegebene Spielstrategie umgesetzt hat. Lediglich die Chancenverwertung war schlecht. Nach unserem Führungstreffer haben wir es allerdings versäumt, ruhig und souverän weiterzuspielen. Aus dem Nichts kam Mainz dann zum Ausgleich, wonach meine Mannschaft nicht mehr mutig genug war, so Fußball zu spielen, wie ich es mir vorstelle.

Glauben Sie, die Mannschaft wird alles so umsetzen, wie Sie es möchten?
Wir hatten davor nur vier gemeinsame Trainingseinheiten. Da kann ich natürlich noch keine Wunderdinge erwarten. Aber ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam erarbeiten, um unsere Ziele zu erreichen.

Im März 2017 wurden Sie nach dreieinhalb Jahren bei Wacker Burghausen als Trainer freigestellt und hatten danach beruflich zum Profifußball vier Jahre keine Berührung mehr. War die Umstellung schwer, plötzlich wieder eine Profimannschaft zu übernehmen?
Das war überhaupt keine Umstellung. Ich verspürte bei der Arbeit sofort wieder pure Freude und viel Spaß. Jetzt bin ich wieder in der Branche, für die ich geboren bin, beim Profifußball.

Während des ersten coronabedingten Lockdowns demonstrierten Sie uns, wie man sich als Fußballer auch zu Hause fithalten kann. Was machen Sie jetzt selbst noch sportlich?
Außer Kraft- und Stabilitätstraining mache ich eigentlich nur noch Spaziergänge mit meiner Familie.

Interview: Thomas Dill-Korter

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