Niederkirchen
Fußball: 1. FFC Niederkirchen unterliegt Stars vom 1. FC Köln
Im Spiel des 1. FFC Niederkirchen gegen den neuen Tabellenführer 1. FC Köln am siebten Spieltag der Zweiten Frauenfußball-Bundesliga Süd wäre eine Überraschung drin gewesen. Doch Kristin Götz und Annika Fend trafen nicht mit ihren Weitschüssen in der ersten halben Stunde. Letztendlich verloren die Niederkirchenerinnen mit 0:4 (0:2) und durften noch froh sein, dass die Gäste nach ihrem vierten Treffer offensichtlich keine Lust mehr hatten, die Spielqualität hochzuhalten.
Die vier Tage zuvor im Auswärtsspiel beim FC Bayern München II aus beruflichen Gründen ausgefallenen, aber auch angeschlagenen Silvana Arcangioli und Natalie Stulin standen wieder zur Verfügung. Sie saßen aber erst einmal auf der Ersatzbank. FFC-Trainer Niko Koutroubis nahm gegenüber der Startformation vom Gastspiel in Oberbayern nur eine Änderung vor: Für Lisa Eisenhauer setzte er Maileen Mößner ein.
Wieder Fünferabwehrkette
Die unveränderte Fünfabwehrkette machte da weiter, wo sie im Sportpark Aschheim aufgehört hatte. Sie ließ keine gegnerische Torchance zu. Noch aufmerksamer war diesmal die Offensivabteilung, die schnell feststellte, dass Kölns Torhüterin Manon Klett bei Ballbesitz ihrer Mannschaft oft weit vor ihrem Tor stand. Dies erkannte zunächst Kristin Götz (21.), als sie sich im zentralen Mittelfeld den Ball erkämpfte. Mit ihrem Weitschuss verfehlte sie aber das Gästetor. Drei Minuten später schloss die einzige FFC-Stürmerin Annika Fend einen Konter früh per Weitschuss ab und traf die Latte. „Es war eine meiner Vorgaben, Angriffe schnell abzuschließen“, sagte Koutroubis später. Sein Kölner Kollege Sascha Glass war bereits nach der Chance von Götz sauer und reagierte mit der Einwechslung der österreichischen Nationalspielerin Sabrina Horvat.
Dann gestattete die FFC-Abwehr den Kölnerinnen deren erste Torchance. Diese führte prompt zur Gästeführung. Die deutsche Nationalspielerin Mandy Islacker (32.), die vor dieser Saison mit der Erfahrung aus 311 Bundesligaspielen (171 Tore ) und 25 Länderspielen (5) von Bayern München nach Köln gewechselt war, durfte unbewacht im FFC-Strafraum warten, bis sie von der Japanerin Yuka Hirano von links angespielt wurde. Sie vollstreckte eiskalt aus kurzer Distanz. Weil die FFC-Verteidiger zwei Minuten später den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten und auch Torfrau Alina Kraus nach einem Abwehrversuch auf dem Boden lag, war die Olympiasiegerin von 2016 erneut zur Stelle und markierte das 2:0 für den Meisterschaftsfavoriten.
Erneut ein Doppelschlag
Nach der Pause drängten die Kölnerinnen auf die Entscheidung. Dem Starensemble vom Rhein gelang bald ein zweiter Doppelschlag. Koutroubis hatte zunächst mit Silvana Arcangioli, Büsra Kuru und Natalie Stulin drei offensivstarke Spielerinnen eingewechselt (60.), aber ein Weitschuss von Peggy Kuznik (63.) und ein Treffer der zweimaligen israelischen Nationalspielerin Sharon Beck (65.) sorgten für eine 4:0-Gästeführung.
„Köln ist einfach deutlich stärker als Bayern München II“, stellte Koutroubis fest. Die zum Klassenverbleib erforderlichen Punkte müsse der FFC gegen andere Mannschaften holen, wie beispielsweise am kommenden Sonntag, 14 Uhr, im nächsten Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II.