Neustadt
Frei von Dreck und Gestrüpp
Das Feldkreuz in der weltbekannten Weinlage Ruppertsberger Reiterpfad strahlt in neuem Glanz. Nach langer Renovierungsphase haben es die Mitglieder der Freien Wählergruppe (FWG) Deidesheim vorgestellt. Ein ehemaliges Stadtratsmitglied hat sich besonders verdient gemacht.
Das einstige Stadtratsratsmitglied Robert Schönmehl engagiert sich trotz angeschlagener Gesundheit und seines hohen Alters für die Stadt. Als der ehemalige Architekt das in die Jahre gekommene und zugewachsene Feldkreuz in der Lage Ruppertsberger Reiterpfad im vergangenen Jahr entdeckte, reifte bei die Idee, sich um diese Kulturdenkmal zu kümmern. Schönmehl ließ Taten folgten, seine Freunde der FWG unterstützten ihn, und die katholische Pfarrgemeinde Heiliger Michael gab neben der Ortsgemeinde Ruppertsberg und der Stadt Deidesheim ihren Segen zur Sanierung. Schönmehl holte einen Maurermeister aus Haßloch für die Sandsteinarbeiten, einen Steinhauerbetrieb sowie einen Gartenbauer (beide aus Niederkirchen) zusätzlich zu den vielen Helfern ins Boot. Sogar eine Ruhebank wurde errichtet, die Fasslagersteine dafür wurden gestiftet.
„Kreuz zu Schmuckstück gemacht“
Über die Kosten machte Schönmehl keine Angaben. „Das ist alles bezahlt, da gibt es keine Schulden“, sagte er augenzwinkernd. Dabei äußerte er auch einen Wunsch: „Solche Denkmäler, die früher in den Fluren errichtet wurden, sollten als Vorbild und Anregung dienen, die Kulturdenkmäler zu achten und zu unterhalten.“
„Es sind nicht immer die großen Taten. Eine funktionierende Gemeinde lebt auch von den vielen kleinen gemeinnützigen Taten“, sagte Bernd Otte, Zweiter FWG-Vorsitzender. Ortsbürgermeisterin Ursula Knoll (CDU) lobte bei der Einweihung das beispielhafte Engagement weniger Menschen, die sich diesem Kulturdenkmal, das sich in einer weltbekannten Weinlage befinde, gewidmet und es zu einen Schmuckstück gemacht hätten. Deidesheims Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) erinnerte daran, dass vor wenigen Jahren eine Person die vielen Feldkreuze beschädigt hatte. Daraufhin hätten sich viele Paten für die Pflege der Feldkreuze bereiterklärt. „Es freut mich, dass wir eine Gemeinde sind, wo solche Kulturdenkmäler noch eine ganz besondere Bedeutung haben“, hob Dörr den Einsatz hervor.
Viele legen zusammen
Sowohl die Ortsgemeinde Ruppertsberg als auch die Stadt Deidesheim sowie die katholische Kirchengemeinde Heiliger Michael haben die Renovierung des Feldkreuzes neben der FWG finanziell unterstützt. Der katholische Pfarrer Bernhard Braun segnete gemeinsam mit Kaplan Naigin Joseph das aus dem Jahr 1924 stammende Feldkreuz.