Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Familien backen 20 Lebkuchenhäuser fürs Haardter Weihnachtsdorf

Das Weihnachtsdorf kam bei den Haardtern sehr gut an.
Das Weihnachtsdorf kam bei den Haardtern sehr gut an.

Ein Haardter Weihnachtsdorf mit 20 wunderschönen Lebkuchenhäusern, einer Eisenbahn, Stationen der Weihnachtsgeschichte, dem Haardter Steinbruch, Tannenzweigen und funkelnden Lichtern sorgte am Wochenende für vorweihnachtliche Stimmung im protestantischen Gemeindehaus.

Das Haardter Weihnachtsdorf ist ein idyllisches Dorf, dessen Anblick verzaubert. Es sollte Teil des Haardter Advents sein, der jedoch wegen der aktuellen Corona-Situation abgesagt wurde. Doch zumindest die Lebkuchenhäuser, die 20 Haardter Familien gebacken hatten, sollten zu bewundern sein. „Wir wollten es vor allem den Kindern nicht antun, dass niemand ihre Kunstwerke zu sehen bekommt“, so Ortsvorsteherin Silvia Kerbeck und Gerlinde Krumrey.

Die Haardterin hatte im vergangenen Jahr die Idee gehabt, dass Familien Lebkuchenhäuser backen, die beim Haardter Advent ausgestellt werden. Doch auch 2020 war der Haardter Advent wegen der Pandemie ausgefallen. In diesem Jahr nun gestalteten Kerbeck, Krumrey, Armin Deitersen und Kerstin Sander in tagelanger Arbeit mit den 20 Lebkuchenhäusern eine tolle Dorfszene.

Zuckerguss und Kekskringel

Armin Deitersen hatte seine alte Eisenbahn vom Speicher geholt. Sie tuckerte durch das Dorf – vorbei an den Lebkuchenhäusern und einer Kletterwand zum Haardter Steinbruch, den Heiligen Drei Königen und weiteren Szenen.

Es waren wirkliche Kunstwerke, die die Kinder aus Lebkuchen, Zuckerguss, farbigen Schokoladelinsen, Kekskringeln und anderen Materialien geschaffen hatten. Verbunden mit der Präsentation war ein Wettbewerb, bei dem jeder Besucher dem Lebkuchenhaus, das ihm am besten gefiel, eine Stimme geben konnte. Eine Entscheidung, die nicht leicht war. Ein großes, prachtvoll verziertes Lebkuchenhaus gehörte ebenso zum Weihnachtsdorf wie ein Haus mit Wintergarten. Es gab das Hambacher Schloss als Lebkuchenhaus, einen Zug mit einer blinkenden Lokomotive aus Lebkuchen, ein Häuschen mit einem Stall, ein Holzhaus aus Lebkuchen und ein Lebkuchenhaus, dessen Frontseite als Gesicht gestaltet war.

Verkaufserlös für Schule im Ahrtal

Mit Tieren bemalte Vogelhäuschen sowie mit hübschen Motiven betupfte Flaschen und Gläser verkauften Kinder und Lehrerinnen der Michael-Ende-Grundschule auf der Veranda des Gemeindehauses. Der Erlös ist für eine Schule im Ahrtal. Am späten Samstagnachmittag war schon fast alles verkauft. „Wir haben über 1300 Euro eingenommen“, freuten sich Anton und Greta, beide neun Jahre alt. Anton erzählte, dass er zwei Flaschen und ein Vogelhäuschen bemalt hat.

Ein Christbaum, dessen Dekoration die Kinder der Kita gebastelt hatten, trug zur vorweihnachtlichen Atmosphäre bei. Kuchen zum Mitnehmen bot das Presbyterium an.

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