Neustadt „Endlich ist Fulda-Lähmung weg“

Neustadt. Mit einem 20:7 (4:1, 4:3, 5:2, 7:1)-Erfolg beim Zweitligisten SC Wasserfreunde Fulda erreichte Wasserball-Bundesligist SC Neustadt das Viertelfinale um den Deutschen Wasserball-Pokal. Am 10. Januar geht es nun gegen den derzeitigen Tabellenführer der A-Gruppe in der höchsten Spielklasse, Waspo Hannover. Dann muss Trainer Janusz Gogola gesperrt zuschauen.
„Es war eine ungerechte Entscheidung der Schiedsrichter. Ich habe einem Spieler unserer Mannschaft etwas zugerufen und dabei auch auf den Plastikstuhl geklopft. Dafür habe ich Rot gesehen. Das war keine unfaire Aktion. Hier hätte auch Gelb gereicht“, so Gogola. Überhaupt seien die Schiedsrichter großzügig mit dem Verteilen von Verwarnungen gewesen, berichtete der SCN-Trainer. So habe ein hessischer Spieler ebenfalls die Rote Karte erhalten, außerdem habe es 13 Hinausstellungen gegen Neustadt und neun Zeitstrafen für Fulda gegeben. „Die Schiris hatten keine einheitliche Linie“, kritisierte Gogola die Unparteiischen. Im letzten Viertel mussten Bojan Matutinovic und SCN-Kapitän Matthias Held nach drei Verwarnungen vorzeitig aus dem Becken. Für sie kamen die Nachwuchsspieler Johannes Weigert und Matthias Roth zum Einsatz. Stammtorhüter Michael Knelangen wurde vom 21-jährigen Neuzugang Abel Müller ersetzt. „Abel hat gut gehalten. Unsere Abwehr war immer richtig positioniert, wir waren schließlich oft in Unterzahl“, so SCN-Manager Michael Heinz. Er freute sich: „Endlich ist unsere Fulda-Lähmung weg.“ Auch Gogola ist froh, dass sich seine Mannschaft für das letztjährige Unentschieden im Ligaspiel revanchiert hat. „Es ist gut, dass unsere Spieler jetzt wissen, dass sie Fulda so deutlich besiegen können.“ Der Klassenunterschied zwischen Fulda und dem SC Neustadt sei im Spielverlauf immer deutlicher geworden. Unglücklich sind Gogola und Heinz allerdings mit dem Gegner in der nächsten Pokalrunde. „Jetzt müssen wir die weite Fahrt nach Hannover machen, und unsere Fans sehen nichts von dem starken Gegner“, bedauert Gogola.