Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Eintritt in Schwimmbäder wird teurer

Blick vom Sprungturm des Stadionbads Neustadt.
Blick vom Sprungturm des Stadionbads Neustadt.

Wer in dieser Saison in eines der Neustadter Schwimmbäder will, wird voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Ticketpreise steigen um zehn bis 25 Prozent.

Ob die Eintrittspreise im Stadionbad Neustadt sowie in den Schwimmbädern von Mußbach, Hambach und Duttweiler tatsächlich steigen, hängt von der Entscheidung des Stadtrates ab. Der wird bei seiner Sitzung am kommenden Dienstag darüber befinden. Da aber der städtische Hauptausschuss die Erhöhung am Dienstagabend einstimmig und ohne Diskussion empfohlen hat, dürfte das zustimmende Votum des Stadtrates Formsache sein.

Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) begründete im Ausschuss kurz die vom Aufsichtsrat der Stadionbad GmbH gewünschte Preiserhöhung. Da alles teurer werde, könne man sich ja lebhaft vorstellen, dass auch die Kosten für den Betrieb der Schwimmbäder stiegen. „Einen Teil der Mehrkosten muss man weitergeben“, sagte Weigel.

Letzte Erhöhung 2023

In der Vorlage, die den Ausschussmitgliedern vorlag, wurde dies detaillierter ausgeführt. Demnach wurden die Preise in den städtischen Schwimmbädern zuletzt im April 2023 erhöht – um etwa 17 Prozent. Eine Einzeltageskarte für Erwachsene für das Stadionbad kostet seither vier statt 3,50 Euro. Gestiegen seien seit dieser Erhöhung aber insbesondere inflationsbedingt die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Leistungen, die die Stadionbad GmbH einkauft, etwa für Energie, IT und die Reinigung der Bäder. Hinzu kämen höhere Löhne und Gehälter durch die Tarifsteigerungen im Tarifvertrag für Versorgungsunternehmen.

Der vom Hauptausschuss gebilligte Vorschlag sieht vor, dass die Preise ab dieser Schwimmbadsaison für Dauer- und Mehrfachkarten um etwa zehn Prozent steigen, bei Einzeleintritten geht es rund 25 Prozent nach oben. Konkret bedeutet dies, dass eine Dauerkarte für Erwachsene fürs Stadionbad in diesem Sommer 85 statt bisher 77 Euro kostet, Jugendliche zahlen 42 statt 38 Euro. Für eine Familiendauerkarte werden 97 statt 88 Euro fällig. Der Preis für Einzelkarten steigt von vier auf fünf Euro (Erwachsene), von zwei auf 2,50 Euro (Jugendliche) und von 5,50 auf sieben Euro (Familie).

Auch auf Preise im Umland geschaut

Die Preisentwicklung bei den Freibädern in Hambach und Mußbach ist die gleiche wie im Stadionbad. Im Schwimmbad in Duttweiler steigt der Preis für eine Dauerkarte für Erwachsene von 35 auf 39 Euro. Jugendliche müssen für die ganze Saison künftig 19 statt 17,50 Euro zahlen, Familien 44 statt 40 Euro. Für den einmaligen Eintritt zahlen Erwachsene in Duttweiler dann vier statt drei Euro, Jugendliche zwei statt 1,50 Euro und Familien fünf statt vier Euro. Auch die Preise für Mehrfachkarten, Abendkarten und Gruppentarife steigen überall, Kinder unter sechs Jahren bleiben kostenfrei.

Bei der Preisfindung habe man sich nicht nur an den Kostensteigerungen orientiert, heißt es in der Vorlage für die städtischen Gremien. Es seien auch die Eintrittsgelder in den umliegenden Schwimmbädern recherchiert worden. Demnach liegen die Preise in Neustadt auch nach der nun geplanten Erhöhung „überwiegend im Mittel der Entgelte umliegender Vergleichsbäder“.

„Unrunde“ Beträge vermieden

Zudem sei darauf geachtet worden, dass es keine „unrunden“ Beträge bei den Preisen gebe. Diese würden nämlich zu höherem Zeitaufwand im operativen Betrieb führen, weil der Zahlvorgang länger dauere und mehr Wechselgeld beschafft und aufbewahrt werden müsste. „Insbesondere soll hierdurch auch das im Ehrenamt tätige Kassenpersonal in den städtischen Freibädern nicht zusätzlich belastet werden.“

Die vorgesehene Preiserhöhung halten der Aufsichtsrat der Stadionbad GmbH sowie die Stadtverwaltung „unter Berücksichtigung der derzeitig besonderen wirtschaftlichen Situation in Deutschland“ für eher moderat und sozialverträglich. Mit den Vorständen der Fördervereine der Schwimmbäder Hambach, Mußbach und Duttweiler sei dies abgestimmt, die Fördervereine würden die Erhöhung mittragen.

Die dann wahrscheinlich ab diesem Jahr geltenden Eintrittspreise könnten eine Weile stabil bleiben. „Eine Überprüfung und gegebenenfalls notwendige Anpassung der Preise“ soll künftig alle drei Jahre erfolgen.

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