Neustadt Eine super Trainingseinheit

Neustadt. Mit einer erwarteten 4:22 (1:5, 0:5, 2:5, 1:7)-Niederlage bei Wassersportfreunde (Waspo) Hannover ist Wasserball-Bundesligist SC Neustadt am Samstag im Viertelfinale des Deutschen Wasserball-Pokals ausgeschieden. Beim Duell des Primus der B-Gruppe, SC Neustadt, und des Tabellenzweiten der A-Gruppe, Hannover, wurde ein Klassenunterschied deutlich.
Gleich zwei Debüts vermeldete der mitgereiste SCN-Manager Michael Heinz, der für den gesperrten Trainer Janusz Gogola einsprang. So war zum ersten Mal der neue Trainer, der Kroate Dragan Matutinovic, dabei. Am Freitag kam auch der brasilianische Nationalspieler Kevin Oliveira in Neustadt an. Er trainierte abends mit der Mannschaft und führte sich in Hannover durch drei Tore gleich gut ein. „Es war ein sehr friedliches und faires Spiel. Die Schiedsrichter hatten nicht viel zu tun“, so Manager Heinz. Die acht Hinausstellungen auf Neustadter Seite waren berechtigt im harten Kampf um den Ball, für Hannover gab es eine Zeitstrafe. „Bei uns hat nach der längeren Trainingspause ganz klar die Kondition gefehlt. Wir kassierten außerdem viele Konter, unsere Ballverluste werden in dieser Spielklasse sofort bestraft. Außerdem nutzte Hannover konsequent seine Überzahlgelegenheiten“, erklärte Heinz. Positiv sei gewesen, dass sein Team nie aufgegeben habe und es intern keine Schuldzuweisungen gegeben habe. Heinz registrierte viele Fehlpässe und unglückliche Schussversuche seines Teams, was zu den schnellen Gegenstößen der Gastgeber führte. Dennoch war die Partie laut Heinz eine „super Trainingseinheit“ für das Heimspiel am nächsten Samstag gegen den SV Krefeld. Der neue Trainer, Dragan Matutinovic, konnte noch nicht viel zu seiner Mannschaft sagen: „Ich schaute mir am Freitag erst einmal das Training an, heute habe ich die Namen und die Gesichter der Spieler kennengelernt.“ Dennoch habe er auch deutlich gesehen, dass zunächst einmal der Konditionsrückstand aufgeholt werden müsse. „Damit verbunden sind auch technische Mängel, die sich bei schwindender Kraft einschleichen“, so Matutinovic. Das Spiel gegen Hannover wollte er allerdings nicht überwerten: „Es gibt einfach einen klaren Schnitt zwischen der Spitze der A-Gruppe und den besten B-Gruppen Teams in der höchsten Spielklasse.“